Es liegt in deiner Hand!

Bezirksapostel Rainer Storck aus NRW überrascht die Jugend aus den Bezirken Bad Homburg, Frankfurt und Offenbach zum Jahresauftaktgottesdienst in F-West am 17.01.16.

Am Sonntag, dem 17. Januar 2016 waren Apostel und Bischöfe aus Nordrhein-Westfalen waren zu Gast in den Kirchenbezirken der Neuapostolischen Kirche Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland sowie Frankreich, um dort die Gottesdienste zum Jugend-Jahresauftakt durchzuführen.

In Frankfurt-West waren die Jugendlichen aus den Bezirken Frankfurt, Offenbach und Bad Homburg in Erwartung des Bischofs Ralf Flore. Die jungen Glaubensgeschwister staunten nicht schlecht, als dann Bezirksapostel Rainer Storck das Kirchenschiff betrat.


Zu Beginn seiner Predigt erwähnte der Bezirksapostel eine einprägsame Geschichte über einen "pfiffigen Schüler". 
Diesen störte, dass sein Lehrer in allen Fragen, die ihm gestellt wurden, Recht behielt. Eines Tages hatte der Schüler eine geniale Idee, wie er ihm dieses Mal eine Frage stellen könne, auf die jener garantiert keine richtige Antwort hätte. Er hatte einen Spatzen gefangen und nahm ihn fest in seine Hand, so dass er sich nicht bewegen konnte und nur noch Kopf und Schnabel zu sehen war. Nun wollte den Lehrer dann fragen, ob der Vogel tot oder lebendig sei. Er dachte bei sich: "Wird  der Lehrer sagen, dass der Vogel lebt, dann drücke ich meine Hand zusammen - und der Vogel ist tot. Wenn er aber sagt, dass der Vogel tot ist, dann lasse ich ihn fliegen!“ Gedacht - getan. Mit Spannung wartete er nun auf die Antwort des weisen Lehrers, der nach kurzer Beobachtung sagte: "Es liegt in deiner Hand!"

Mit dieser Geschichte motivierte der Bezirksapostel die Jugendlichen, ihr Leben in die Hand zu nehmen. "Macht was draus, sucht euer Glück, macht euer Ding, vergesst nicht eure Aufgaben in eurem Leben, im Beruf aber auch in der Gemeinde und der Kirche", so der Kirchenleiter der Neuapostolischen Kirche NRW.


Im weiteren Verlauf der Predigt durch Rainer Storck und Ralf Flore über das Bibelwort "Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken" (Lukas 5,31) stand Jesus Christus, der als "Arzt und Heiland" für die geistliche Gesundheit der Seele sorgt, im Mittelpunkt. Er 

  • heilt uns, indem er von der Erbsünde befreit, uns vom Getrenntsein in ein Nähe- und Gnadenverhältnis mit Gott führt und uns unsere Sünden vergibt
  • lehrt uns, gefahrvolles Verhalten zu vermeiden, indem er uns in die Nachfolge Christi ruft
  • stärkt uns durch das Heilige Abendmahl
Somit will Jesus den Menschen von der schwersten Krankheit befreien: der Sünde. Dies tat Jesus auch sehr anschaulich zuerst bei dem Geschehen der Heilung eines Gelähmten (Vgl. Lukas 5, 18-20). Ohne Christus würde unsere Seele von der Sünde "zerfressen", die Kluft zu Gott immer größer bis zur völligen Entfernung von ihm. Mit Christus würde aber eine stabile Gesundheit der Seele erreicht, so der Bezirksapostel. Auch wenn die Seelsorger als Diener der Kirche Christi längst nicht "die Weisheit mit Löffeln gefressen", auch nicht einen Rat für alle Verhältnisse, eine Antwort auf alle Fragen oder Verständnis für alle Situationen hätten, so wünschten sie doch allen Seelen nur das Beste und hätten alle Seelen lieb. Wer sie annimmt, bei denen zeigen sich die Auswirkungen des Handelns Jesu Christi: 
  • Jesus nimmt die Angst und die Kleingläubigkeit (Vgl. Petrus, der kurz übers Wasser ging Mt. 14,30.31)
  • er vertreibt Müdigkeit, Mutlosigkeit und Enttäuschung (Vgl. Lk 24,15: die Emmausjünger)
  • mahnt zur Nachfolge und zum Dienen, als dem "urchristlichen Verhalten und Denken", welches Freude schafft: „Geben ist seliger als nehmen“ (Vgl. Apg. 20,35)
  • nicht der Konsum oder der Lohngedanke "was erhalte ich dafür?", sondern das Einbringen in die Gemeinde sollten wir anstreben, unseren Dienst anbieten
  • Wenn der Dienst am Nächsten im Vordergrund steht, bringt auch die Zuwendung an die, die vielleicht als die "geborenen Looser", wenig Zuspruch und Zuwendung erfahren und öfters am Rande stehen, großen Segen.

Am Ende des Gottesdienstes sang der Jugendchor zusammen mit allen Gottesdienstteilnehmern das bekannte Lied "Der Herr ist mein Licht", bevor sich noch bei einem Imbiss viele Gelegenheiten zum Gedankenaustausch und Gemeinschaft untereinander und mit den Amtsträgern ergaben. 

 

Bericht: ms

Fotos: S. Escher

 

Zusammenfassung
Datum, Uhrzeit 17.01.2016, 10:00
Dienstleiter Bezirksapostel Rainer Storck
Ort F-West
Eingeladene Gemeinden Jugendliche der Bezirke F, OF, HG
Textwort Lukas 5,31 ("Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken")
Gemeindelied 95 ("Liebster Jesus, wir sind hier")
Handlungen keine
Anwesende