Die Kirchengemeinde erweitert ihr online-Angebot und bietet Gemeindemitgliedern und Interessierten die Möglichkeit, lokale Gottesdienste live im Internet mitzufeiern.
Seit Mitte August finden in der Neuapostolischen Kirche in Bad Homburg wieder Präsenzgottesdienste unter Berücksichtigung umfangreicher Maßnahmen zum Infektionsschutz statt. Bedingt durch die Abstandsregelungen sind die Platzkapazität des Kirchengebäudes deutlich niedriger als gewohnt und deshalb die mögliche Teilnehmerzahl am Gottesdienst beschränkt.
Online-Gottesdienste mit „Lokalkolorit“
Zahlreiche Gemeindemitglieder nutzen bislang die Möglichkeit der zentralen Video-Gottesdienste, die in Zusammenarbeit der vier neuapostolischen Gebietskirchen in Deutschland sonntäglich über YouTube angeboten werden. Dieses deutschlandweite Angebot endet in den nächsten Wochen. Stattdessen sollen regionale Lösungen gestärkt werden. Parallel wuchs in der Kirchengemeinde auch der Wunsch nach einem lokalen digitalen Gottesdienstangebot. Im Blick sind dabei insbesondere auch Gemeindemitglieder, denen ein Gottesdienstbesuch alters- oder krankheitsbedingt nicht möglich ist oder die aufgrund der aktuellen Situation Präsenzgottesdienste nicht besuchen können oder möchten.
„Mittendrin“ in der Gemeinde – gemeinsam Gottesdienste feiern
Die Feier des Gottesdienstes steht traditionell im Mittelpunkt des kirchlichen Lebens. Gemeinsame Gottesdienste stellen somit auch ein wichtiger Teil des aktiven Gemeindelebens dar. Die neuapostolische Kirchengemeinde in Bad Homburg möchte mit dem Ausbau ihres digitalen Angebots nun Jedem die Chance bieten, am Gottesdienst der „eigenen“ Gemeinde teilzuhaben: Ob persönliche Anwesenheit im Präsenzgottesdienst, über die seit längerem bestehende Möglichkeit der telefonischen Einwahl, oder – nun neu – per Live-Stream im Internet.
Gerade vor dem Hintergrund der aktuell herausfordernden Situation und der gebotenen Achtsamkeit und Verantwortung wird die Möglichkeit, Gottesdienste in der Ortsgemeinde auch digital „live“ von zu Hause aus mitfeiern zu können, als attraktives und wertvolles Angebot empfunden, um die Verbindungen zur „Heimatgemeinde“ zu stärken und das Gemeindeleben weiter zu bereichern.
Initiative aus der Gemeinde
Die maßgebliche Initiative zur technischen Realisierung des digitalen Gottesdienstangebots vor Ort kam zunächst aus dem Kreis der Seelsorger der Gemeinde. Hier wurde das Thema unter Einbeziehung der Gemeindeleitung in den letzten Wochen auch weiter aktiv vorangetrieben. An der Umsetzung beteiligen sich mittlerweile mehrere Gemeindemitglieder – sei es mit technischer Expertise und zeitlichem Einsatz zur Abstimmung und Einrichtung der erforderlichen Soft- und Hardwarekomponenten für die Gottesdienstübertragung, durch Bereitstellung von Technik oder durch finanzielle Unterstützung für die Anschaffung der Ausstattung und den Unterhalt der Datenverbindung.
Testphase läuft
In den letzten beiden Wochen erfolgte zunächst eine Testung der Übertragung mit provisorischer Technik. Die bisherigen Probeläufe verliefen erfolgreich und weitgehend stabil. Auf dieser Basis wird derzeit nun an der Einrichtung von Strukturen gearbeitet, die einen Routinebetrieb zur regelmäßigen Internet-Übertragung der Gemeindegottesdienste erlauben. Falls alles wie geplant funktioniert, wird das neue online-Angebot ab Anfang November, also mit dem Ende der deutschlandweiten zentralen Videogottesdienste, zur Verfügung stehen. Die Umsetzung erfolgt dabei selbstverständlich im Einklang mit den Regelungen und Datenschutzbestimmungen der Gebietskirche zu dezentralen Live-Streams aus den Gemeinden.
Weitere Informationen folgen
Die Gemeindemitglieder erhalten weiteren Informationen zum neuen Live-Stream und die erforderlichen Links zur Teilnahme an Online-Gottesdiensten aus Bad Homburg über die bekannten Verteiler und in der November-Ausgabe der monatlichen Gemeinde-Info. Für Rückfragen stehen der Gemeindevorsteher und die Seelsorger der Gemeinde zur Verfügung. Ansprechpartner für technische Fragen ist Pr. Osthoff.
Bereits im Frühjahr gehörte die Neuapostolische Kirche in Bad Homburg zu den ersten Gemeinden, die nach dem pandemiebedingten Lockdown ein digitales Angebot an den Start brachten. Viel Beachtung fanden die Konfirmandenstunden über Video- und Webkonferenz.
21. Oktober 2020
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