Eine ungewöhnliche Aufforderung erging an die Gottesdienstbesucher am Pfingstsonntag beim Betreten der Kirche in Friedrichsdorf. Gleich im Eingangsbereich hing ein Hinweisplakat mit obigem Text und verwies per Richtungspfeil auf einen Karton voller Steine in verschiedenen Formen und Größen. Und weiter war darauf die Frage zu lesen WARUM ?
„Wisst ihr nicht, dass ihr als Gemeinde der Tempel Gottes seid“ … Und woraus ist der wohl gebaut … ?
Wie der Berichtschreiber später erfuhr, bezweckte die Initiatorin der Aktion damit, dem Besucher des Festgottesdienstes die Bibelworte aus Epheser 2, 21 und 22 näherzubringen und führte dazu aus: So hatten alle Gottesdienstteilnehmer praktisch und sichtbar die Möglichkeit sich zu vergegenwärtigen, dass sie ein Teil der Kirche Christi sind – jeder anders (in Farbe, Form etc.), aber jeder mit seiner Gabe wichtig, auf dass der Tempel gebaut werden kann.
Der Aufforderung wurde gerne Folge geleistet und die beschrifteten Steine am symbolisch vor dem Altar aufgestellten Tempel niedergelegt. Das Bauwerk – liebevoll aus Kartonage gefertigt - wies sogar nach Vorbild des salomonischen Tempels in Jerusalem gut sichtbar die beiden Säulen Jachin und Boas auf.
Im dankbaren Bewusstsein, auch ein Teil des neuen Tempels sein zu dürfen, erlebten die Gläubigen im Anschluss den Pfingstgottesdienst.
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