Am Mittwoch den 10. August 2022 besuchte Bischof Jürgen Kramer die Gemeinde Frankfurt-Ost. Grundlage für den Gottesdienst war das Bibelwort aus Lukas 24, 31.32 „Da wurden ihre Augen geöffnet, und sie erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen. Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege und uns die Schrift öffnete.“
Zu Beginn seines Dienens sprach Bischof Kramer die Hitze an, die an diesem Mittwoch herrschte. Trotz der Hitze von außen möge es durch das Wort Gottes innerlich warm in uns werden.
Bischof Kramer sprach davon, dass die Emmaus-Jünger, von denen das Textwort berichtet, vorher gar nicht bekannt waren. Nur ein Name sei in der Bibel genannt – Kleopas -, der andere bleibe namenlos. Dies zeige, dass der Sohn Gottes sich allen Menschen zuwende, nicht nur denen mit großen Namen, den Großen und Mächtigen. Jedem Menschen sei er ein Freund.
Wer die sozialen Medien nutze, habe oft hunderte von Freunden in seiner Liste. Diese ersetzen aber nicht den einen richtigen Freund – die eine richtige Freundin. Die Emmaus-Jünger hatten ihren Glauben nicht verloren aber ihr Glaube erstarrte durch die Enttäuschung, dass der Sohn Gottes gestorben war. Sie wandten sich ab und vernahmen dadurch die Botschaft „Er ist auferstanden“ nicht mehr.
Normalerweise sei es in unseren Breitengraden heute kein Problem, sich zum Glauben zu bekennen. Weder in der Schule, im Beruf noch im täglichen Umfeld. Dann komme plötzlich ein Ereignis und alles sei plötzlich anders, weil man damit nicht gerechnet habe. „Hören wir dann in unserem Herzen, dass der Sohn Gottes zu uns kommt und fragt: „Was ist mit deinem Glauben?“, fragte der Bischof und gab den Rat, dem Sohn Gottes alles zu erzählen, was das Glaubensleben belastet. Dann möge man gedanklich zurückkehren an den Punkt, an dem alles anders wurde. Dort könne man verspüren, dass es gut sei, beim Herrn zu bleiben und erleben, was Glaube bewirke. Im Gebet das Gespräch mit Gott immer neu zu suchen, gäbe neuen Mut und neue Kraft. Der Herr werde niemanden enttäuschen, der sich zu ihm bekenne.
Ein Gedanke aus dem Predigtbeitrages des Hirten Christopher Groß, des Bezirksvorstehers von Frankfurt, der die Gemeinde auf das Abendmahl vorbereitete;
Durch den deutlichen Aufruf, mit dem Herrn im Gespräch zu bleiben, könne der Gedanke aufkommen „Warum soll ich dem Herrn alles sagen, er weiß doch sowieso alles?“. „Sagen wir ihm alles“, so der Hirte, „damit er unser Vertrauen zu ihm sieht.“
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