Das Bibelwort für Sonntag, 20. August 2023 stand im Zusammenhang mit der Begebenheit, als Jesus auf dem Weg war, um der Tochter des Jairus zu helfen und steht in Markus 5, 30-32: „Und Jesus spürte sogleich an sich selbst, dass eine Kraft von ihm ausgegangen war, wandte sich um in der Menge und sprach: Wer hat meine Kleider berührt? Und seine Jünger sprachen zu ihm: Du siehst, dass dich die Menge umdrängt, und sprichst: Wer hat mich berührt? Und er sah sich um nach der, die das getan hatte.“
Der Gemeindevorsteher, Priester Jens Feyerabend, ging in der Predigt auf das gläubige Vertrauen in göttliche Hilfe ein. Die Frau näherte sich Jesus wortlos, berührte nur das Gewand Jesu und hoffte wohl im Stillen, dass es unbemerkt bliebe. Aber Jesus nahm trotz des Gedränges wahr, dass durch die Berührung eine Kraft von ihm ausging. Erst als Jesus fragte, wer ihn berührt habe, gab sie sich zu erkennen. Jesus wandte sich ihr voller Liebe zu, sah ihren starken Glauben und sprach ihr Worte des Trostes und der Ermutigung zu und schenkte ihr das ersehnte Heil.
Auch wenn man in der Gemeinde manche Sorge teile, für- und miteinander bete, gebe es auch viel stillen Kummer. Zeiten, in denen Menschen aus Sorge, Angst oder vielleicht auch aus Scham, weil man eine Zeitlang nicht nach Gott gefragt habe „wortlos“ bleiben.
Priester Feyerabend wies darauf hin, dass Gott auch den stillen Kummer sieht und Worte der Ermutigung und Heil für jeden bereithält, der sich ihm vertrauensvoll naht. Es sei aber auch Aufgabe, noch sensibler für Sorgen und Nöte des Nächsten zu sein, die nicht gleich sichtbar sind oder gar bewusst verborgen werden. Dafür möge man im Stillen in Fürbitte eintreten.
Gott nimmt jeden wahr und ruft „Auch DU bist mein Kind“
Im Anschluss an die Predigt und Sündenvergebung wurde das Sakrament der Heiligen Wassertaufe für Liam und Mila gespendet. Eingeleitet wurde die Handlung durch den Chor mit dem Lied aus dem Gesangbuch Nr.230 „Ein Gärtner geht im Garten“.
Während der Segenshandlung stellte der Gemeindevorsteher das mit der Taufe verbundene Näheverhältnis zu Gott in den Vordergrund. Man gehe den ersten Schritt, Gottes Nähe zu suchen, um sich von ihm berühren zu lassen. Das sei auch immer wieder Aufgabe für jeden Gläubigen. Ein Mittel, die Verbindung zu Gott zu schaffen, liege im Gebet.
Im Anschluss wurde das Heilige Abendmahl gefeiert und der Gottesdienst mit Gebet und Segen beendet.
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