Am 3. März fand der erste Gottesdienst für Entschlafene in diesem Jahr statt; aber auch der sogenannte „Gemeindesonntag“, an dem alle Gemeindemitglieder den Gottesdienst gemeinsam erleben und die Zeit danach für einen ungezwungenen Austausch bei einem Imbiss nutzen können. Ein ansprechendes Angebot für die Kinder stand an diesem Sonntag in Bad Homburg im Mittelpunkt.
„Entschlafenenwesen, Weiterleben nach dem Tod usw. ist gerade für Kinder kein ganz einfach zugängliches Thema. Gleichzeitig ist es aber auch kein Tabu-Thema, sagt Patrick Makarowski, der Beauftragte für die Kinderseelsorge in der Kirchengemeinde. „Wenn ein Angehöriger, beispielsweise Opa oder Oma oder jemand aus dem näheren Umfeld, wie ein Nachbar im Haus, verstirbt, dann kommen natürlich schon auch Fragen und Kinder wollen auch wissen, was das bedeutet und was nach dem Tod kommt“, erläutert der Seelsorger.
Der Glaube an ein Weiterleben nach dem Tod gehört zu den Grundlagen christlichen Glaubens. Neuapostolische Christen glauben zudem auch daran, dass Verstorbenen geholfen werden kann. Die durch das Opfer Christi erwirkte Erlösung ist nicht nur auf die Lebenden beschränkt, sondern reicht bis in die Bereiche der jenseitigen Welt. Auf dem neuapostolischen Kirchenkalender stehen jedes Jahr drei Gottesdienste, an denen in allen Gemeinden weltweit im Besonderen der Verstorbenen gedacht und für sie gebetet wird. Diese Gottesdienste für Entschlafene finden jeweils am ersten Sonntag im März, Juli und November statt.
„Wir haben uns im Kreis der Lehrkräfte für die Kinder der Gemeinde im Vorfeld zu diesem Gottesdienst viele Gedanken gemacht, wie wir diesen besonderen Gottesdienst für die jungen Gemeindemitglieder ansprechend gestalten können“, so Patrick Makarowski.
Altersgerechte Einbindung und Beteiligung
Ergebnis war eine „Hybrid-Lösung“: Die Kinder erlebten den Beginn des Gottesdienstes im Kirchenschiff zusammen mit der gesamten Gemeinde. Nach einem ersten kurzen Predigtteil, der sich als Impuls und Einstieg speziell an die Kinder wandte, gingen die Kinder in zwei altersgerechten Gruppen in die Unterrichtsräume der Kirche, um dort zusammen mi ihren Lehrkräften das Thema im Gespräch gemeinsam zu vertiefen.
In der Sonntagsschule beschäftigen Sie die Kinder mit dem Thema „Gebet“. Zuerst wurde besprochen, wie man richtig betet. Danach wurden die vielen Bestandteile des Gebets – Anbetung, Dank, Bitte und Fürbitte – herausgearbeitet. Passend zum Gottesdienst für Entschlafene stand die Fürbitte für Verstorbene dabei im Mittelpunkt. Den Kindern fielen ganz viele liebe Menschen ein, an die sie im Gebet besonders denken möchten. Besonders dachten sie dabei an ihre Großeltern.
Gottes Güte gilt allen Menschen
Grundlage der Predigt zum Gottesdienst war das Bibelwort aus Psalm 57, Vers 11: „Denn deine Güte reicht so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen".
Den ersten Teil des Predigtteils gestaltetet ein Diakon der Gemeinde, der den Kindern in einer für sie verständlichen Sprache die Bedeutung eines Entschlafenengottesdienstes vermittelte - man konnte die besondere Aufmerksamkeit der Kinder deutlich spüren.
Nach diesem besonderen Predigtteil übernahm wieder der Gemeindevorsteher. Er betonte in seiner Predigt, dass ein solcher Gedenktag für die Entschlafenen, trotz aller Trauer und teilweise tragischer Umstände, die mit dem Tod von Menschen verbunden seien, für Christen immer auch ein Fest der Liebe und Barmherzigkeit Gottes sei. Vor dem Hintergrund des David-Psalms unterstrich er den positiven Charakter und die freudige Botschaft des Entschlafenengottesdienstes.
Im Weiteren wurde die Gemeinde aufgefordert, den Blick zu weiten und sich weniger mit sich selbst, als mit den Mitmenschen zu beschäftigen, also Nächstenliebe zu üben.
Erinnerung und Fürbitten für Verstorbene
Anschließend trat ein Priester der Gemeinde an den Altar und sprach davon, wie er ganz persönlich in den Tagen vor dem Entschlafenengottesdienst durch spezielle Ereignisse an ganz bestimmte Menschen und Personengruppen erinnert wurde, die bereits vor längerer Zeit durch die Hand Dritter aus dem Leben geschieden sind. Der Priester beendete seine Predigt mit dem Hinweis auf das Jahresmotto "Beten wirkt".
Vor der Feier des Heiligen Abendmahls kamen die Kinder zurück in das Kirchenschiff. Sie brachten ein Plakat mit der Überschrift „Fürbitten“ mit, das vor dem Altar aufgestellt wurde. Es erinnerte exemplarisch an verschiedene Personengruppen und Gegebenheiten, für die die Kinder besonders beten wollten.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls folgte ein besonderes Fürbittgebet für die Entschlafenen.
Den musikalischen Abschluss des Gottesdienstes bildete das vom Gemeindechor und Piano eindrücklich vorgetragene Lied „Herr, bleib bei mir".
Gemeinsamer Ausklang
Nach dem Gottesdienst bestand die Möglichkeit für einen ungezwungenen Austausch bei Getränken und kleinen Leckereien. Von dieser Möglichkeit wurde rege Gebrauch gemacht.
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.
