Am 25. Mai 2024 durften alle Besucher wieder einmal eine Hochzeit in der Gemeinde Frankfurt-Nord erleben. Trotz gegenteiliger Voraussagen war schönstes Sommerwetter und der anschließende Sektempfang konnte sogar draußen stattfinden. Der Gemeindevorsteher stellte den Gottesdienst unter das Bibelwort aus Johannes 13, die Verse 34 und 35: „Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander liebhabt. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“
Bezugnehmend auf das Eingangslied des Chores: „Der Heiland sorgt für dich“ ging der Hirte auf zwei Passagen des Liedes ein. Zunächst auf die Stelle „Zärtlich behütet er alles, was sein.“ Er empfahl den zärtlichen Umgang miteinander, im Gegensatz, zu dem teilweise doch sehr ruppigen Umgang, den man oft in der Gesellschaft erlebe. Der zweite Punkt, auf den er einging, war die Aussage, dass Jesus treu ist. Diese Liebe und Treue lege Jesus hinzu.
Die Braut habe im Vorgespräch gesagt, dass die ruhige Art des Bräutigams ihr das Gefühl von Schutz und Geborgenheit gebe, und der Bräutigam habe von ihr berichtet, dass sie durch ihre Empathie spüre, wenn ihn mal etwas bedrücke und sie es schaffe, ihn zu „öffnen“ und dadurch Probleme gleich aus dem Weg geschafft werden könnten. Diese Empfindungen gelte es zu bewahren.
Auf das Textwort eingehend führte der Hirte aus, dass anstatt des Wortes „Gebot“ in einer anderen Bibelübersetzung das Wort „Gesetz“ verwendet werde. Das brachte ihn zu dem Gedanken, dass das heutige Brautpaar aus einer Polizistin und aus einem Polizisten bestehe. Beide seien Mitglieder der Exekutive und nicht der Legislative. Ihre Aufgabe im natürlichen Leben sei es, darauf zu achten, dass die bestehenden Gesetze eingehalten werden, und nicht durch eigene Auslegungen neue Gesetze zu schaffen.
Als Jesus auf die Erde kam, habe er nicht die alten Gesetze aufgehoben, sondern sie erfüllt. Aber er habe noch einen tieferen Sinn gegeben und das Gebot der Liebe in den Mittelpunkt gestellt. Die Liebe zu Gott und dem Nächsten strahle aus in die Partnerschaft, die Familie, die Gemeinde und die Umgebung. Gott will die ewige Gemeinschaft mit ihm bereiten, aber auch die ewige Gemeinschaft untereinander. Das gebe unserem Leben einen tieferen Sinn und die Nächstenliebe hebe sich vom Egoismus der heutigen Zeit ab. Der Hirte gab dem Brautpaar mit, dass sie Gesetzeshüter über das Gebot der Liebe bleiben mögen. Es solle ein Erkennungsmerkmal ihrer christlichen Gesinnung sein, dass sie mitfühlend und barmherzig handeln.
Drei weitere Merkmale Jesu wurden in den Mittelpunkt gestellt:
- Er liebte bedingungslos und erwartete keine Gegenleistung. So solle man dem Anderen gegenüber tolerant sein und aus Vertrauen zueinander die entsprechende Freiheit zugestehen.
- Jesus wusch die Füße der Jünger. Damit habe er sich über alle Konventionen und Hierarchien hinweggesetzt, um dem anderen wohl zu tun und ihm Wertschätzung entgegenzubringen.
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Nach seiner Auferstehung trat er in den Kreis der Jünger und versprach ihnen Frieden. Das schaffe eine Atmosphäre von Sicherheit, Wärme und Geborgenheit.
Segenshandlung
In der Ansprache zum Hochzeitssegen ging der Hirte noch einmal auf den Beruf der beiden ein. Dabei sprach er von der Funkverbindung im Polizeieinsatz. Dabei sei man mit der Einsatzleitung, der Leitstelle oder auch untereinander verbunden. Er verglich dies mit dem Gebet. Man sei nie allein und könne sich in jeder Situation an Gott wenden. Das schenke Sicherheit im Leben, auch im gemeinsamen Gebet. Jesus hab sich ebenfalls betend für die Seinen eingesetzt und gebetet, dass sie eins seien mit Gott, mit Jesus aber auch untereinander.
Es folgten der Hochzeitssegen, das Schlussgebet und der Schlusssegen für die Gemeinde.
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