Am Sonntag, den 15. Dezember 2024, versammelten sich die Glaubensgeschwister der Gemeinde Frankfurt-Ost und viele Gäste zum 3. Advent, der mit der Ruhesetzung von Priester Ulrich Hein verbunden war. Die Predigt basierte auf dem biblischen Vers aus Matthäus 9,27: Und als Jesus von dort weiterging, folgten ihm zwei Blinde, die schrien: „Du Sohn Davids, erbarme dich unser!“
Glauben und Bekennen
Bezirksvorsteher Hirte Christopher Groß eröffnete den Gottesdienst mit einem Gedanken zu dem Eingangslied der Chorsänger „Der Brautzug“: Wir sind immer noch auf dem Weg zur himmlischen Heimat! Einige Verse weiter nach dem Textwort hatten die von der Blindheit Geheilten öffentlich Lobpreis und Dankbarkeit gezeigt. Der Hirte erinnerte an den Zentralgottesdienst des Bezirksapostels, in dem es aus Apostelgeschichte 4,20 hieß: „Wir können’s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.“ Der Bezirksvorsteher stellte die Frage, ob man nur dann von seinem Glauben reden würde, wenn man angesprochen werde, oder man es aber wie die Blinden mache und die Liebe und Gnade verkünde, die Gott schenke.
Jesus hatte die Blinden zuvor gefragt, ob sie glauben, dass er ihnen helfen könne. Nach der Heilung gab er ihnen den Rat, dieses Wunder niemandem zu erzählen, denn es könne falsche Erwartungen wecken. Vielmehr sollten sie verkündigen, dass der Sohn Gottes auf diese Erde gekommen sei, um den Menschen das Evangelium und das Heil zu bringen. Das Opfer Christi im Heiligen Abendmahl verändere alles, wenn man es würdig genieße.
Priester Hein ein letztes Mal am Altar
Priester Hein wies darauf hin, dass es um die rechte Sehensweise gehe und erwähnte zwei Beispiele: Als der Prophet Elisa in der Stadt Dotan von Feinden umgeben war, war sein Diener darüber völlig verzweifelt. Daraufhin betete Elisa zu Gott und bat ihn, seinem Diener die Augen zu öffnen. Dadurch konnte der Diener erkennen, dass die Hilfe Gottes größer war, als die Feinde.
In Offenbarung 3 wurde der Gemeinde zu Laodizea geraten, Augensalbe zu kaufen, damit sie recht sehen möge.
Abschließend gab der Priester einen persönlichen Hinweis: Er habe immer versucht, sein Dienen nach dem Refrain aus dem Brautzug auszurichten: "Zur Ehre des Höchsten zu unserem Heil."
Ruhesetzung
Zunächst dankte Hirte Groß der Ehefrau unseres Priesters, Petra Hein, für die vorbildliche Begleitung ihres Mannes während seiner Amtszeit. Sie hatte sich in den vielen Gemeinden immer mit eingebracht und viel Gutes geleistet! Über sie entstanden Verbindungen zu der Ökumene in Bornheim, die bis heute aktiv sind.
Priester Hein war 35 Jahre Seelsorger in der Neuapostolischen Kirche. Auf den Tag genau wurde er vor 31 Jahren durch den damaligen Apostel Wend in Zeilsheim zum Priester ordiniert. Über 20 Jahre diente er in den Gemeinden Schwanheim, Nordweststadt und zuletzt in Frankfurt-Ost als Gemeindevorsteher/-vertreter. Als Amtsträger war er noch in den Gemeinden Niederrad, Sachsenhausen, Zeilsheim und Nord tätig. Etwa 15 Jahre war Priester Hein auch Beauftragter für die Lehrwerke und hat die neuen Konzepte der verschiedenen Unterrichte im Bezirk eingeführt. Es war ihm immer eine Freude – in der Kirche und beruflich – zu lehren.
Direkt nach dem Gottesdienst waren alle Anwesenden zur Weihnachtsfeier eingeladen.
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