Die Gemeinde Usingen konnte schon wieder einen besonderen Festtag feiern: Am Sonntag, dem 30. März 2025, feierten die Eheleute Dieter und Conny Schwittay Goldene Hochzeit. Dazu besuchte Apostel Gert Opdenplatz die Taunus-Gemeinde. Bei diesem Besuch konnten auch vier Kinder das Sakrament der Heiligen Versiegelung empfangen.
Der Apostel legte dem Gottesdienst ein Wort zugrunde, mit dem der Stammapostel kürzlich in Chile gedient hat. In Psalm 25, Vers 20 heißt es: „Bewahre meine Seele und errette mich; lass mich nicht zuschanden werden, denn ich traue auf dich!“
Den Predigtteil eröffnete der Apostel mit dem Bezug zum Liedvortrag der Sänger „Herr sei mir gnädig“. Er sprach vom Zöllner und Pharisäer, die beide in den Tempel gingen. Der eine mit der Feststellung, wie gut er doch eigentlich war und was er alles in seiner Frömmigkeit getan hatte. Und vor allem, dass er nicht so war wie andere. Und dann der Zöllner, der überhaupt nicht gut angesehen war. Denn als Zöllner arbeitete er ja für die Besatzungsmacht und trieb für sie Gelder ein. Er stand ferne, „wollte die Augen nicht aufheben“, schlug sich an die Brust und sprach: „Gott sei mir Sünder gnädig!“ – „Demut ist der Schlüssel zu Gott und seiner Gnade, aber auch zum Nächsten und zum Wort Gottes“, so der Apostel weiter.
Im weiteren Verlauf stand zunächst das Textwort im Mittelpunkt: „Bewahre meine Seele und errette mich.“ Das bedeutet, auf Gott zu vertrauen. Das ist die Voraussetzung für Begegnungen mit ihm und um durchzudringen zu Gott und schließlich den Wert des Glaubens zu erleben. Auch auf das gesungene Eingangslied mit der Gemeinde nahm der Apostel Bezug. „Herr, so will ich`s nun wagen…“ Lass mich nicht zuschanden werden! Was bedeutet das denn? Mit Scham bedeckt sein, heißt Fehler machen. Kein gutes Verhalten an den Tag gelegt zu haben. Sich zu schämen, wenn etwas verkehrt gemacht wurde. Das alte Gottesbild brachte immer auch den Gedanken, dass man etwas falsch gemacht haben muss, wenn Krankheit, Sorge, Not und schlimme Verhältnisse da waren. Dann wurde auch schon einmal gefragt, wo ist denn jetzt dein Gott? Und wie ist das heute? Da werden wir auch gefragt, wo ist Gott? Wie kann er dieses und jenes zulassen? Was ist mit der Wiederkunft Jesu Christi? Darauf wollen wir uns nicht einlassen. Sondern wir sprechen zu Gott: „Schenk mir deine Gnade, dass ich mich nicht schämen muss. Es gibt keine Beweise für die Wiederkunft Jesu Christ, aber ich kann es glauben", so der Apostel weiter.
Der Predigtteil wurde von Priester Nicola Krieg aus Bad Nauheim, einem der stellvertretenden Bezirksvorsteher, abgerundet. Danach wurde der Gemeinde nach erfolgtem Gebet „Unser Vater“ durch den Apostel die Sündenvergebung ausgesprochen. Es folgte die Heilige Versiegelung (Spendung des Heiligen Geistes) als Sakramentshandlung an drei Kleinkindern und einem Jugendlichen, der in wenigen Wochen das Fest der Konfirmation feiern darf.
Anschließend stand das Goldhochzeitspaar im Mittelpunkt, das vor genau 50 Jahren den Segen zur Hochzeit vom damaligen Bezirksältesten Walter Wolf empfangen hatte. Als ehemaliger Gemeindevorsteher, der die Gemeinde in Usingen von 1990 bis 2015 leitete, freute sich Dieter Schwittay mit seiner Ehefrau, dass neben den beiden Kindern mit ihren Partnern auch ein Großteil der Familie anwesend sein konnte. Als Wort gab der Apostel den Eheleuten aus dem Psalm 50, die Verse 14 und 15 mit: „Opfere Gott Dank und erfülle dem Höchsten deine Gelübde, und rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen.“
Ein abschließender Höhepunkt im Gottesdienst war die gemeinsame Feier des Heiligen Abendmahles.
Nach dem Gottesdienst hatten die Mitglieder der Kirchengemeinde und alle anwesenden Gäste die Gelegenheit dem „Goldpaar“ zu gratulieren. Bei einem Sektempfang im Untergeschoss der Kirche war dann auch noch genügend Zeit für Gespräche und zum Gedankenaustausch.
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