Lang herbeigesehnt – das Teenscamp vom Bezirk Frankfurt fand dieses Jahr vom 22. bis zum 25. August statt. Anders als im letzten Jahr versammelten sich die Kinder, Jugendlichen und Betreuenden dieses Mal in der Jugendherberge in Büdingen. Insgesamt 78 Kinder, Jugendliche und Aufsichtspersonen aus den Bezirken Rheinpfalz, Mainz, Offenbach und Frankfurt nahmen teil und wurden mit einem kreativen Programm, viel Freizeit und einer großartigen Gemeinschaft erwartet.
Jeder Tag begann mit einem gemeinsamen Gebet und einem Überblick der geplanten Tagesaktivitäten. Jeder der insgesamt vier Tage hatte etwas Anderes zu bieten:
Teambuilding
Zu Beginn waren für Donnerstag und Freitag Teambuilding-Aktivitäten vorgesehen. In zwei Gruppen gingen die Betreuer und die Jugendlichen in den nahegelegenen Kletterwald. Die erste Gruppe machte sich am Donnerstag nach dem ersten gemeinsamen Mittagessen in der Jugendherberge auf den Weg. Sie konnten hier, nachdem sie einige auf Teambuilding ausgelegte Spiele gemeistert hatten, mit dem Klettern beginnen. Beim Klettern kam es an unterschiedlichen Stellen zu Situationen, in denen einige Teens und Betreuende über sich hinauswachsen und vielleicht sogar Ängste überwinden konnten. So musste man bei einer Übung, dem „Catwalk“, über einen Baumstamm in vier Metern Höhe laufen und sich dann fallen lassen. Selbstverständlich wurden sie von zwei anderen Teilnehmenden und einem Kletterguide gesichert. Die zweite Gruppe machte am Freitag ähnliche Erfahrungen vor Ort.
Während die eine Gruppe mit Klettern beschäftigt war, gab es für die anderen natürlich ein Alternativprogramm. So konnte man wieder T-Shirts bemalen oder Armbänder knüpfen. Auch für ein ausgiebiges Sportprogramm mit Fußball, Badminton, Volleyball und sogar Wikingerschach war gesorgt. Für Rätselfreudige unter den Teens wurde ein Escape-Room-Erlebnis organisiert. Auch ein Bibel-Workshop wurde erstmalig von einer Gruppe der jugendlichen Betreuerinnen angeboten. Hier bestand die Möglichkeit, ein „Prayer-Journal“ (deutsch: Gebetstagebuch) anzufertigen.
Leohütte, Falknerei und Stadtrallye
Der diesjährige Standort hatte eine kleine Besonderheit – das Essen. Die Jugendherberge Büdingen ist eine rein vegetarische Jugendherberge. Aus diesem Grund wurde für den Freitag ein kurzer Ausflug zur „Leohütte" geplant. Vor Ort gab es Würstchen, Brötchen und Salate für alle zum Mittagessen. Zuvor wurde noch das Spiel „Capture the Flag“ gespielt, bei dem auch die betreuenden Jugendlichen mitmachen konnten. Es geht bei dem Spiel darum, eine zuvor erhaltene, eigene Flagge als Team zu schützen und gleichzeitig die Flaggen von anderen Teams zu erobern. Gewonnen hat das Team, das in der vorgegebenen Zeit die meisten Flaggen erobert, ohne dabei die eigene zu verlieren. Verteidigen konnten die Teams ihre Flaggen mit Wasserpistolen – wer abgeschossen wurde, kam ins Gefängnis.
Am Freitagabend kam die Falknerei der nahegelegenen Ronneburg zu Besuch. Die zwei Falkner zeigten den Kindern und Jugendlichen verschiedene Wild- und Greifvögel und erklärten, wie sie die Tiere bekommen und was für Besonderheiten die einzelnen Tiere haben. Wenn jemand eine vom Falkner gestellte Frage richtig beantwortet hatte, gab es die Möglichkeit, den gegenwärtig gezeigten Vogel selbst einmal auf die Hand zu nehmen und fliegen zu lassen.
Am Samstagmorgen war eine Stadtrallye in Büdingen geplant. Die Teens liefen mit mindestens einer volljährigen betreuenden Person in die Stadt, um verschiedene Rätsel zu lösen und Aufgaben zu meistern. Da es sehr heiß war, wurde ein Shuttle-Service organisiert, welcher die Teens nach und nach wieder zur Jugendherberge zum Mittagessen zurückbrachte.
Das Abendprogramm
Auch ein Abendprogramm darf beim Teenscamp natürlich nicht fehlen!
Am ersten Abend wurde bei Einbruch der Dunkelheit eine Knicklichterwanderung unternommen. Verschiedene Gruppen liefen auf verschiedenen Routen durch den Wald, um verloren gegangene Flaggen zu finden und diese zurück in die Jugendherberge zu bringen.
Am Freitagabend gab es eine Motto Party: Hawaii. Einer der vielen Tagungsräume wurde vollständig umgeräumt und thematisch passend dekoriert. Es gab einen künstlichen Wasserfall, eine (selbstverständlich alkoholfreie) Cocktailbar und natürlich die passende Musik. Bei einer Runde „Die Reise nach Jerusalem“ war fast jeder dabei. Auch bei der spontanen Mini-Disco konnte niemand mehr stillsitzen.
Wenn gerade keine Hawaii-Party oder Knicklichterwanderung auf dem Programm stand, konnte man sich bei einer Runde Werwolf ein wenig gruseln, miteinander Karaoke singen oder sich am Lagerfeuer Stockbrot und Marshmallows schmecken lassen.
Der Gottesdienst
In diesem Jahr fand der Gottesdienst nicht wie gewohnt am Sonntagmorgen statt, sondern bereits am Samstagabend.
Mit einem Bibelwort aus Jesaja 60,1: „Mach dich auf, es werde Licht“ startete der Gottesdienst und war geprägt von dem Gedanken: “Du bist genug.“ Gott hat dich genau nach seiner Vorstellung geschaffen und somit wundervoll.“ Zwischendrin hatten alle Teilnehmenden die Möglichkeit, die eigene Hand aufs Herz zu legen und die Worte zu sprechen: „I am enough - I am worth it. Ich bin genug - Ich bin es wert.«
Unerwartet gab es eine kurze Unterbrechung während des Gottesdienstes. Das bis dahin so schöne Sommerwetter wurde an diesem Abend kurz vor dem Abendmahl durch strömenden Regen abgelöst. Deshalb liefen einige Aufsichtspersonen hinaus, um die zum Trocknen draußen gelassenen T-Shirts in Sicherheit zu bringen. Sicherheitshalber wurden dann alle auf die Zimmer geschickt, um ihre Fenster zu schließen. Als dann alle wieder zurück waren, konnte der Gottesdienst ohne weitere Störungen fortgesetzt werden.
Im Rahmen des Gottesdienstes wurde ein Video der Olympiasiegerin im Kugelstoßen Yemisi Ogunleye, die im Interview nach ihrem Sieg mit so vielen positiven Emotionen einen Gospel anstimmte: „This Little Light of Mine, I’m Gonna Let it Shine.“ Jeder bekam zur Erinnerung ein kleines Teelicht und alle stimmten als Schlusslied gemeinsam diesen Gospel an.
Der Sonntag
Was macht man an einem Sonntagvormittag, wenn der Gottesdienst bereits am Samstagabend stattgefunden hat? Dafür gab es den Programmpunkt „Flying Eggs“. Hierfür bekamen die Teens, nachdem sie ihr Zimmer aufgeräumt und den Schlüssel abgegeben hatten, ein rohes Ei, Strohhalme, Papier und Klebeband. Die Aufgabe bestand darin, ein rohes Ei so zu präparieren, dass es nicht kaputt geht, wenn es aus dem vierten Stock eines Gebäudes heruntergeworfen wird. Eine Jury bewertete dann die präparierten Eier nach Kreativität und letztlich Stabilität, je nachdem, wie das Ei den Sturz überstand.
Glücklich und mit strahlenden Gesichtern verließen die Teens am frühen Nachmittag das Teenscamp, jedoch nicht ohne vorher zu fragen, wann denn das nächste Teenscamp stattfindet.
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