Am 01.03.2026 wurde in Frankfurt-Höchst der Entschlafenen-Gottesdienst gefeiert.
Der Gemeindevorsteher, Priester Michael Bischoff, legte dem Gottesdienst das Bibelwort aus Johannes 11, 43 („Als er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!“) zugrunde. Nach einer kurzen Predigteinleitung übergab er an Priester Andreas Rother, welcher mit den Kindern die Geschichte des Lazarus lebendig der Gemeinde näher brachte.
Geschichte von Lazarus
Lazarus war ein Freund von Jesus. Eines Tages wurde er schwer krank. Seine Schwestern Maria und Martha schickten einen Boten zu Jesus, damit er kam und half. Bevor Jesus eintraf, war Lazarus in der Zwischenzeit gestorben. Maria und Martha weinten um ihren Bruder. Sie waren sich sicher, dass er noch leben würde, wenn Jesus da gewesen wäre.
Jesus sagte den Anwesenden, dass Lazarus nur schlafen würde. Die Menschen waren entsetzt, da er schon seit vier Tagen in einer Grabhöhle beigesetzt war. Jesus ließ den Stein vom Grab wegwälzen und rief mit lauter Stimme: „Lazarus, komm heraus.“ Daraufhin verließ dieser, noch mit den Grabtüchern umwickelt, lebendig das Grab.
Die Kinder spielten die Geschichte nach, während der Priester sie kindgerecht erzählte. Dieses Wunder von Jesus zeigt, dass Jesus alles kann.
Jesus' Ruf hören
Der Ruf Jesu an den verstorbenen Lazarus „Komm heraus!“ gilt heute gleichermaßen den Lebenden und Toten, denn er ist im Diesseits und im Jenseits hörbar. Lebende und Tote können Heil empfangen, man müsse nur auf den Ruf Jesu hören.
In der Predigt sprach der Vorsteher davon, dass man seinen Glauben an Jesus immer wieder stärken möge. Selbst wenn man sich selbst Vorwürfe mache, weil etwas nicht gelinge, ruft Jesus dennoch.
Da wir alle Menschen sind, kennt das sicher jeder: Man wird gerufen, hat aber keine Lust oder Zeit – da wird schon mal überhört, dass jemand etwas gewollt hat. Wenn Jesus ruft, wollen wir es hören und uns aufmachen, ihm zu folgen.
Jesus' Ruf folgen
Der Priester forderte dazu auf, sich von eigenen Vorstellungen zu verabschieden, wie Gott sein oder handeln solle, und sich für Gottes Einladung zu öffnen: Komm raus aus deinen Gedanken, komm heraus aus den Vorstellungen, wie Gott sein oder agieren sollte. Gott wendet sich jedem zu und geht jedem in Liebe nach.
Bevor Jesus Lazarus rief, wurde der Stein von Helfern vom Grab entfernt. So bräuchte es heute auch Helfer, die das weitergeben, was sie mit Gott erlebt haben.
In der Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl erwähnte eine Diakonin, dass es Gottes Wille sei, dass allen Menschen Heil widerfährt – den Lebenden und den Verstorbenen. Die Zuwendung von Heil geschehe zum einen durch die Predigt, aber auch durch die Vergebung der Sünden und durch die Sakramente. Im Heiligen Abendmahl wolle Jesus Gemeinschaft mit jedem Gläubigen schließen, daher ruft er auch hier: „Komm!“. Gleich in welcher Lebenslage man sich befindet – ob traurig, wütend oder glücklich – der Ruf gelte allen.
Nach der Sündenvergebung, der Feier des Heiligen Abendmahls und dem Gebet für die Entschlafenen endete der Gottesdienst mit dem Schluss-Segenswort. Im Anschluss an den Gottesdienst wurde gemeinsam zu Mittag gegessen und die Zeit für viele Gespräche genutzt.
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