Am 30. April 2023 fand in Kelkheim der diesjährige Konfirmationsgottesdienst statt.
Der Gottesdienst wurde von den beiden Konfirmandenlehrern der Gemeinde durchgeführt.
Das Bibelwort ist im Psalm 143, Vers 10 nachzulesen:
„Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott; dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn“
Zum Gottesdienstbeginn wurde das Klavierstück „Nuvole Bianche“ vorgetragen, welches mit irischen Segenswünschen begleitet wurde
In jeder Stunde,
der Freude und des Leides
möge Gott mit euch sein
und euch segnen -
ihr aber bleibt in seiner Nähe.
(Auszug)
Priester Zepernick begann seinen Predigtbeitrag mit einer Reflektion und einem Rückblick auf das Konfirmandenjahr. Er stellte die Frage an die Konfirmanden „Was war vor einem Jahr, und wo stehen wir heute?“ Er betonte die intensiven Stunden in denen viel geredet wurde und dass wir jetzt an dem Punkt angekommen sind, den wir vor einem Jahr schon in einer Konfirmandenstunde als Thema hatten – der Konfirmation. „Damals ist weit weg. Was ist passiert, hat sich etwas verändert?“ Er verdeutlichte anhand von mitgebrachten Babyschuhen die gestellte Frage und führte dazu aus, dass man heute sicher nicht mehr hineinpassen würde. Zu jeder Zeit gehören auch die richtigen Schuhe. Weiter stellte er die Frage, was eigentlich in der Zeit zwischen den Babyschuhen und Schuhgröße 38 passiert ist? Er betonte, dass der Weg mit Gott individuell und maßgeschneidert ist und dass wir ihn mit Gott und den Menschen, die uns umgeben „wohlwollend“ und im „Willen Gottes“ gehen.
Priester Fröhlich betonte in seiner Predigt, dass mit Gott viele Wege zu gehen sind. Dazu gehören auch Wege, die schwer fallen, Wege, die steil sind und Umwege, die man mit Gott laufen muss. Beispielhaft erwähnte er einen Menschen, der von Kollegen berichtete, die zusammen mit ihm am 11. September in New York durch diverse Zufälle, stressige Situationen oder Umwege und Zuspätkommen heute noch am Leben sind. Dieser Mensch betonte, dass Gottes Schutz oft erst mit dem Blick auf die Vergangenheit sichtbar ist. Er sagte zum Schluss: „Lieber Gott, segne mich auch weiterhin mit den ganzen Dingen, die ich als Mensch als unnütz und nervig empfinde.“ Im Weiteren verwies er auf den Altarschmuck, welcher einen Weg darstellte, der mit vielen Begrifflichkeiten versehen war. Diese wurden zuvor von den Gemeindemitgliedern in einer Online-Umfrage „Gott begleitet dich auf deinem Lebensweg. Mit welchen drei ganz persönlichen Begriffen beschreibst du das?“ erfragt.
Die Ansprache vor dem Konfirmationsgelübde und dem Segen übernahmen drei Glaubensgeschwister unterschiedlicher Generation aus der Gemeinde: Inge Saloch, Bea Jungnickel und Louis Höß. Sie berichteten den Konfirmanden, wie sie in ihrem bisherigen Leben den Segen Gottes gespürt haben. Der anschließende Segen wurde von Priester Zepernick gespendet. Der Gottesdienst wurde mit dem gemeinsamen Gesang der „irischen Segenswünsche“ beendet.
Die musikalischen Beiträge gestalteten der Jugend- und der Gemeindechor unter der Leitung von Benjamin Lauer.
Highlights waren der Chorbeitrag mit „You raise me up” und die Jugendchorbeiträge „Halleluja von J. Triebert“, „Lead me Lord“ und „Herr, mach meine Seele wahrhaftig und treu“.
Ein großes Dankeschön an alle, die mit viel Liebe diesen Tag für unsere Konfirmanden zu einem Festtag haben werden lassen.
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