Am Mittwoch, den 5. September 2024 feierte Apostel Gert Opdenplatz mit 144 Gläubigen einen Gottesdienst in Frankfurt-Höchst, zu dem auch die Gemeinden Neu-Isenburg und Kelkheim eingeladen waren. In diesem Gottesdienst fand Heilige Versiegelung, Ordination und Ernennung statt.
Als Grundlage für den Gottesdienst diente das Bibelwort aus Johannes 10,9: „Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein und aus gehen und Weide finden.“
Apostel Gert Opdenplatz bedankte sich zu Beginn des Gottesdiensts bei demjenigen, der die Tür aufgeschlossen hatte, denn alle waren herzlich willkommen und alle sind durch die gleiche Tür reingekommen – auf dieses Bild ging der Apostel im Laufe des Gottesdiensts noch einmal näher ein.
„Ich hab‘ dich je und je geliebt“
Angeregt vom Lied der Sänger „Ich hab‘ dich je und je geliebt“ zeigte der Apostel das Bild der Mutter auf, die ihr Kind bereits im ersten Augenblick, als es noch unter ihrem Herzen war, geliebt hat. „Und dann sehen wir die Liebe Gottes, die noch viel, viel weiter zurückgeht in die Vergangenheit.“, so der Apostel. Nur Gott sei es möglich, zu sagen: „Ich hab‘ dich je und je geliebt.“ Das erste „je“ sei die Ewigkeit in der Vergangenheit, denn ehe Himmel und Erde gemacht waren, habe Gott schon jeden einzelnen Menschen geliebt. Das zweite „je“ sei die Ewigkeit in der Zukunft - Gott werde nie aufhören zu lieben.
„Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden ...“
Das Bibelwort stammt aus der Hirtenrede, in der viele unterschiedliche Bilder verwendet werden, um Jesus zu beschreiben. Weil Jesus „wahrer Gott“ sei, könne man ihn nicht vollumfänglich in Worten beschreiben, sondern sich nur sprachlich annähern.
Jesus stellt sich selbst als „die Tür“ vor, die den Eingang zum Himmelreich darstellt. So wie einer die Tür vor dem Gottesdienst aufgeschlossen habe, so sei einer - also Jesus - auf die Erde gekommen, der sagt: „Ich will dir eine Türe öffnen, die dich zurückführt in die Gemeinschaft mit Gott.“ Jesus sei die einzige Tür, hinter der sich das Himmelreich befinde, führte Apostel Opdenplatz den Gedanken aus. Wer durch diese Tür gehe, werde selig und errettet werden.
„... und wird ein und aus gehen und Weide finden“
Jesus, der das Bild der Tür für sich verwendet, sagt an einer anderen Stelle, dass er die „Tür zu den Schafen“ sei. Der Apostel erklärte: „Wer durch die Tür Jesus Christus eingeht, der kommt in einen Schafstall – mit Stallgeruch.“ Wenn man in die sichtbare Kirche blicke, sei es ähnlich: „Wir alle machen die Gemeinschaft aus, die sich als „Herde Christi“ bezeichnet“, und jeder sei unterschiedlich und habe seine Fehler und Schwächen. Dennoch sei jeder durch die gleiche Tür zu Christus gekommen: durch die Sakramente der Heiligen Wassertaufe, der Heiligen Versiegelung und des Heiligen Abendmahls. Ebenso sind die Predigt und der Glaube Zugänge zu Christus.
Der Apostel sieht die Stelle im Bibelwort „wird ein und aus gehen“ als ein Bild der Freiheit. Er erwähnte in diesem Zusammenhang den Brief des Apostel Paulus an die Korinther, in dem es heißt, dass der Geist Gottes frei mache. Dieser mache frei von der Sünde, so dass der Gläubige sich befreit bewegen könne . Man gehe „ein“, wenn man Gemeinschaft im Gottesdienst oder Schutz im gemeinsamen Gebet suche. Man gehe „aus“, wenn man seinen individuellen Platz im Leben einnähme.
Weitere Bilder der Tür
Tür des Gebets: Im Umgang mit Menschen kommt es zu Fehlern, Verletzungen und Ungerechtigkeit. Mitunter fühlt man sich in eine Ecke gedrängt, aus der man keinen Ausweg mehr sieht. Eine Tür sei immer offen: die Tür des Gebets. Auch Jesus suchte in schwierigen Situationen das Gebet.
Tür der Versöhnung und Vergebung: Man solle dem Nächsten vergeben, um selbst Vergebung zu erfahren.
Tür der Gebote: Man stehe im Leben oftmals vor Situationen, in denen man sich entscheiden müsse, ob man berufliche oder gesellschaftliche Anerkennung erhalten oder sich an die Gebote Gottes halten möchte.
Zusammenfassend sagte Apostel Opdenplatz, dass jeder Mensch die Freiheit habe, durch „die Tür Jesus Christus“ zu gehen oder nicht. An dem Tag, an dem Christus die Seinen heimhole, wünsche sich der Apostel, dass die gesamte Gemeinde durch die Tür eingehe und so das ewige Leben erhalte.
„Gott liebt dich; genau so wie du bist!“
Der Vorsteher der Gemeinde Frankfurt-Höchst, Hirte Bernd Zimmermann, diente im Anschluss mit. Er bezog sich auf das Eingangslied der Sänger und berichtete vom Gottesdienst beim Teenscamp in Büdingen: Der dortige Dienstleiter rief den jungen Menschen zu, dass egal, was passiere, und unabhängig von Fehlern und Schwächen jeder Mensch in den Augen Gottes wertvoll und geliebt sei: „Gott liebt dich; genau so wie du bist!“
Heilige Versiegelung
Nach der Sündenvergebung fand die Heilige Versieglung von zwei Säuglingen statt. Die Heilige Versiegelung sei ein Sakrament nicht nur für das Kind und seine Eltern, sondern für die gesamte Gemeinde, so Apostel Opdenplatz. Früher habe man gelernt, dass man bei einer sakramentalen Handlung die Augen geschlossen haben müsse. Heute sei die Sichtweise eine andere: Die Gemeinde sei schließlich Zeuge der sakramentalen Handlung, sodass man durchaus die Augen offen haben darf, um diese bewusst wahrzunehmen.
In der Ansprache zur Heiligen Versiegelung gab Apostel Opdenplatz den Eltern der Kinder die Zusage Gottes „Ich hab‘ dich je und je geliebt“ mit auf dem Weg. Er legte ihnen ans Herz, dass sie ihren Kindern immer ein „Nest voll warmer Liebe“ schaffen mögen, in dem sie sich geborgen und wohlfühlen können, denn das sei das Beste, was sie ihnen geben könnten. Der Apostel betonte den Wert des Gebets und ermutigte die Eltern, gemeinsam mit ihren Kindern zu beten.
Ordination und Ernennung
Im Anschluss an die Feier des Heiligen Abendmahls wurden Angela Saloch und Ines Vogel als Diakoninnen für die Gemeinde Kelkheim ordiniert und Priester Michael Bischoff als Gemeindevorsteher-Vertreter für die Gemeinde Frankfurt-Höchst ernannt. Durch die Ordination haben die Diakoninnen Vollmacht, Segnung und Heiligung empfangen.
Der Apostel gab den Dreien das Bibelwort aus Offenbarung 3,8 an die Hand: „Ich kenne deine Werke. Siehe ich habe vor dir eine Tür aufgetan, die niemand zuschließen kann; denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt.“ Gott kenne bereits die Werke, die die Diakoninnen zukünftig in ihrer Gemeinde und die Werke des Priesters, die er zukünftig als Vertreter des Gemeindevorstehers verrichten werden. Apostel Opdenplatz betonte die Wichtigkeit des Einsseins in der Gemeindeleitung und die Einheit im Amtsträgerkreis, trotz unterschiedlicher Meinungen.
Nach dem Gottesdienst hatten die Gottesdienstteilnehmer die Möglichkeit, den Diakoninnen und dem Priester ihre Glück- und Segenswünsche auszusprechen.
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