Bereits im Jahr 2024 wurde im Kreis der Bad Homburger Senioren der Wunsch geäußert, einen Ausflug nach Alsfeld zu unternehmen, das weniger als eine Autostunde entfernt liegt. Eine Glaubensschwester, die viele Jahre dort lebte, bevor sie nach Bad Homburg kam, wurde gefragt, ob sie bereit sei, eine Führung durch die historische Altstadt vorzubereiten, was sie gern zusagte.
Ein Termin war schnell gefunden, und so machten sich die Senioren am Freitag, den 25. April 2025 gut gelaunt auf den Weg. Nach einer unterhaltsamen Fahrt mit einem kleinen Abstecher durch die schöne Schwalm erreichte man zur Mittagszeit Alsfeld. In einem Lokal am Marktplatz war ein Tisch reserviert, und nach einer ausgiebigen Stärkung erfuhr man allerlei Wissenswertes zur Stadtgeschichte.
Spannende Einblicke in die Geschichte Alsfelds
„Woher stammt eigentlich der Name Alsfeld?“ Auf diese und auch alle anderen Fragen gab es eine Antwort. Man lernte Vieles über Handelsrouten und Fachwerkarten und sogar, dass der Teufel in einigen alten Sandsteinmauern Kratzspuren hinterlassen habe. Tatsächlich wurden diese Steine im Mittelalter jedoch eher zum Schärfen von Messern oder Schwertern verwendet.
Kirche und Verlies
Beim anschließenden Rundgang durch die historische Altstadt kam man auch an der Walpurgis-Kirche vorbei. Eine unscheinbare Holztür erregte hierbei die Aufmerksamkeit der Teilnehmer. Auch dazu gab es die passende Geschichte: Es handelte sich um die Tür zu einem kleinen, dunklen Verlies. Aber: Kirche und Verlies – wie passt das zusammen? Ganz einfach: In dieses Verlies wurden ungehorsame Lateinschüler gesteckt oder auch Personen, die – aus welchem Grund auch immer – den Gottesdienst störten. Gemeinsam kam man zu dem Schluss, dass es sehr erfreulich sei, in der eigenen Kirche keinen Platz für ein solches Verlies zu haben.
Auf den Spuren der Gebrüder Grimm
Interessant war auch der Hinweis, dass sich Alsfeld am Rande des sogenannten „Rotkäppchenlandes“ befindet. Hugenotten brachten die Geschichte vom „Le Petit Chaperon Rouge“ mit – einem Mädchen in Schwälmer Tracht. Die Gebrüder Grimm schrieben diese Geschichte nieder und veröffentlichten sie als das Märchen vom Rotkäppchen.
Gemütlicher Ausklang bei Kaffee und Kuchen
Nach dem Rundgang war es Zeit für eine kleine Erfrischung. In einem Café warteten kleine Häppchen der Alsfelder Spezialität „Salzekuchen“ auf die Teilnehmer. Außerdem wurden Kaffee und ein reichhaltiges Kuchenbuffet angeboten.
Gemeinschaft und Freude im Mittelpunkt eines spannenden Ausflugs
Auf der anschließenden Heimfahrt gab es reichlich Gesprächsstoff, denn alle hatten einen ereignisreichen Tag in wunderbarer Gemeinschaft erlebt.
Das Alsfelder Rathaus
29. April 2025
Text:
Dirk Eisenbach,
Wolfgang Scheuermann
Fotos:
Wolfgang Scheuermann
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