Für die beiden Konfirmanden Leon Kotzor und Nojus Lebeau war der 18. Mai 2025 ein besonderer Tag; sicherlich aber auch für deren Eltern und Gäste sowie für die Kirchengemeinde in Usingen. An diesem Tag konnten die beiden Jugendlichen den Segen zu ihrer Konfirmation empfangen.
Der Vorsteher der Gemeinde, Priester Frank Kirchner, legte dem Gottesdienst ein Wort zugrunde, welches weltweit zu den Konfirmationsgottesdiensten Verwendung fand. Im Brief des Apostels Paulus an die Philipper heißt es im Kapitel 2, Vers 4: „… und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.“
Den Predigtteil eröffnete der Gemeindeleiter mit dem Bezug zum Liedvortrag der Sänger, in dem es in einer Liedzeile heißt: „Ich will meines Bruders Hüter sein!“ Er sprach von Kain und Abel. Nach der schrecklichen Tat wurde Kain von Gott gefragt: „Wo ist dein Bruder?“ Darauf antwortete dieser: „Soll ich meines Bruders Hüter sein?“ – „Wir haben das vom Chor anders gehört und genau so wollen wir das machen. Wir wollen auf unseren Bruder, unseren Nächsten achten. Als Ausdruck der Wertschätzung, der Liebe und immer als Hilfsfangebot. Das ist keine Bevormundung, sondern Ausdruck der Zuwendung. Es gilt, die eigenen Bedürfnisse zu beachten – und die des Nächsten.“ Als bestes Beispiel wurde Christus angeführt: Er bemühte sich immer um den Nächsten. Mit Wertschätzung begegnete der den Menschen und wandte sich den Armen, Kranken sowie Bedürftigen zu und den Sündern! Und auch wir wollen uns fragen: Was dient dem Nächsten? Gott ist gut! Er tut nur Gutes! Gutes wollen auch wir tun!“
Es wurde das Beispiel vom Reichen Jüngling angeführt. Dieser fragte den Herrn Jesus: „Was soll ich Gutes tun, damit ich das ewige Leben habe? Er aber sprach zu ihm: Was fragst du mich nach dem, was gut ist? Gut ist nur der eine.“ – „Von Gott kommt nur Gutes. Er ist der Gute,“ so Frank Kirchner weiter. „Und dann gibt es noch das Böse. Von dort kommt nichts Gutes.“ – „Wir wollen uns Gott zuwenden. Denn von oben, von Gott kommt alle Gute und alle vollkommene Gabe (Jakobus 1,17). Wir wollen Gutes tun und uns dem Nächsten zuwenden. Das kann der Nachbar sein, der Freund oder der Schulkamerad. Dies bedeutet keine Aufgabe des eigenen Lebens. Nein, auch darauf ist stets zu achten. Das gilt auch für euch, zum Beispiel in der Schule geht es auch nicht ohne Vorbereitung. Nichts kommt von allein. Es gilt, auch da etwas Gutes zu tun.“
Der Predigtteil wurde von den beiden Priestern Stefan Reitmann und Frank Lebeau abgerundet. Nach dem Unser Vater und der Freisprache der Sünden verlas der Gemeindevorsteher den Grußbrief von Stammapostel Jean-Luc Schneider, dem Leiter der Neuapostolischen Kirche International. Danach traten die jungen Gläubigen vor den Altar. Die Gemeinde durfte im weiteren Verlauf erleben, wie sich die Konfirmanden zu Gott, zu Jesus und zu seiner Wiederkunft öffentlich bekannten und ihr Glaubensgelübde ablegten. Sie empfingen dann einen besonderen, IHREN Konfirmationssegen.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls und dem Abschluss des Gottesdienstes nahmen die beiden Jugendlichen die Glückwünsche von ihren Familien, Freunden, Gästen und Gemeindemitgliedern entgegen.
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