Am Gemeindesonntag im Februar 2019 erlebte die Gemeinde Bad Vilbel einen besonderen Gottesdienst, denn ein Ehepaar hatte um den Segen zur Goldenen Hochzeit gebeten.
Gekommen waren neben den Gemeindemitgliedern auch Freunde und Gäste des Goldpaares.
Der Gottesdienst, stand unter dem Bibelwort aus Lukas 7,12.13 „Als er aber nahe an das Stadttor kam, siehe, da trug man einen Toten heraus, der der einzige Sohn seiner Mutter war, und sie war Witwe; und eine große Menge aus der Stadt ging mit ihr. Und da sie der Herr sah, jammerte sie ihn, und er sprach zu ihr: Weine nicht!“. Die Bibelverse stammen aus der Begebenheit von der Witwe zu Nain.
Zuwendung aus Liebe
Zwei sehr unterschiedliche Menschenmengen trafen am Stadttor aufeinander. Ein Zug voller Trauer, Not und Verzweiflung und ein Zug mit Jesus und vielen Begleitern, die voller Freude über die zuvor erlebten Wunder Jesu waren.
Der Gemeindevorsteher führte aus, dass Jesus in dieser Situation einfach nur half, da es ihn jammerte – er forderte keine besonderen Voraussetzungen, sondern schenkte Trost und Hilfe. Auch den Samariter jammerte es, als er den Verletzten sah und er half ihm.
Jeder möge sich diese Haltung zum Vorbild nehmen, könne man doch oft durch ein Wort des Trostes, einer Geste der Hilfe im Rahmen der eigenen Möglichkeiten Traurigkeit und Verzweiflung in Freude und Frieden verwandeln. Dazu ermutigte der Vorsteher in seiner Predigt.
Auch das goldene Hochzeitspaar habe diese Haltung in ihrem Leben oft unter Beweis gestellt und sich dabei auf die Hilfe des Herrn verlassen. Durch den heutigen Segen gebe Gott ihnen erneut Kraft und Beistand dazu.
Den Ausruf: „Weine nicht!“, bezog der Dienstleiter vor der Vergebung der Sünden und Feier des Heiligen Abendmahles auf die Freude, die Jesus Christus schenkt. Er tröstet uns hinweg über die Verhältnisse dieser Zeit, unsere Missgeschicke und unsere Unvollkommenheit. Im Abendmahl schenke er neu Kraft und besondere Nähe.
Im Anschluss an den Gottesdienst wurde noch eine Glaubensschwester, die über 50 Jahre als Orgelspielerin, Lehrkraft und Sängerin ein Aktivposten der Gemeinde war, verabschiedet, da sie in einen anderen Kirchenbezirk umzieht.
Bei einem kleinen Umtrunk konnten noch viele schöne Gespräche geführt werden.
Text: G. Wudtke
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