Das Bibelwort aus Kolosser 1,16 „Denn in ihm [Jesus Christus] ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen“, könnte auf den ersten Blick verunsichern, denn spricht man doch im Allgemeinen von GOTT als dem Schöpfer Himmels und der Erde.
Der Gemeindevorsteher beleuchtete in seiner Predigt, dass Jesus Christus als Ebenbild Gottes von Anfang an Teil der Gottheit war, die alles, das Sichtbare und das Unsichtbare geschaffen hat. Jesus ist Mensch geworden, damit die Erlösung möglich wurde und damit die Menschen aus Jesu Worten und seinem Handeln Gottes Wesen und Willen erkennen können.
Sichtbar und unsichtbar
So, wie wir oft fasziniert sind von der sichtbaren Schöpfung und die Aufgabe haben, sie zu schützen und zu bewahren, kann man durch den Glauben auch die unsichtbare Dimension der göttlichen Schöpfung wahrnehmen. Das Reich Gottes, die jenseitige Welt, die Dienstbarkeit der Engel kann man nur mit dem Glauben erfassen. Daher ist es von Bedeutung, sein Leben nicht nur auf Materielles auszurichten und den Glauben an Gottes geistige Schöpfung zu bekennen. Dies ist möglich, indem man in jeder Begegnung mit Menschen auch deren Seele als Teil der unsichtbaren Schöpfung wahrnimmt- als eine Seele, die Jesus liebt und erlösen will. Dann wird man den Nächsten mit anderen Augen sehen und entsprechend handeln.
In seiner Predigtzugabe unterstrich der Hirte der Gemeinde die Größe der göttlichen Schöpfung anhand mancher Beispiele und verwies auf die Verheißung, dass in der neuen Schöpfung Sichtbares und Unsichtbares vereint sein werden.
50 gemeinsame Ehejahre
Im Anschluss an die Feier des Heiligen Abendmahls empfingen Renate und Wilhelm Neu den Segen zur Goldenen Hochzeit. In seiner Ansprache an das Jubelpaar ging der Vorsteher auf ihre Dankbarkeit in der Rückschau auf 50 gemeinsame Jahre ein. Als Bestätigung für diese segensreiche Haltung gab er ihnen als begleitendes Wort für die Zukunft die Verse 28 und 29 aus Psalm 118 mit an die Hand: „Du bist mein Gott, und ich danke dir; mein Gott, ich will dich preisen. Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.“.
Die Kinder hatten in der Vorsonntagsschule Papierblumen für das Jubelpaar gebastelt, die sie überreichten bevor die Gemeinde zur Gratulation Gelegenheit hatte. Der Sonntag klang mit einem Brunch, zu dem das goldene Hochzeitspaar die Gemeinde eingeladen hatte, aus.
5. Mai 2019
Text:
Regina Hoffmann
Fotos:
Nadine Axt
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