In einem sehr emotionalen und tiefgehenden Gottesdienst zeigte Bischof Kramer auf, dass es sinnvoll sei, nicht auf das Ungute zu sehen, sondern dass sich aus Tränen und Leid Freude entwickeln könne und werde. Er sprach davon, da und dort einen Perspektivwechsel vorzunehmen.
Neben der Gemeinde Frankfurt-Nord waren die Gemeinden Kelkheim, Neu-Isenburg und Schwalbach eingeladen. Zu Beginn des Gottesdienstes sang der Chor das altbekannte Lied „Die mit Tränen säen“. Bischof Kramer griff das Lied auf, auch mit dem Hinweis, dass er dieses „alte“ Lied schon lange nicht mehr gehört und sich sehr darüber gefreut habe.
Aus Tränen wird Freude werden
In dem vorgelesenen Textwort aus Johannes 16, 20 ist davon die Rede, dass es viel Tränen und Traurigkeit gibt, dass diese aber zur Freude werden sollen. Dabei wies der Bischof auf viele Dinge hin, die uns umgeben, sei es in der Welt oder auch in der christlichen Gemeinschaft, die uns traurig machen. Dazu gehören auch der Rückgang der Gottesdienstbesuche und die weniger werdenden Geschwister. Aber, so sagte er, klagen wir nicht über die, die nicht da sind, sondern erfreuen wir uns an denen, die da sind und die Gemeinschaft suchen. Das heiße nicht, dass wir der anderen nicht gedenken, und gelte im Besonderen im Hinblick auf den bevorstehenden Sonntag mit dem Gedenken an die Entschlafenen.
Positives Denken führt zur Freude
Wenn man sich mit der schönen Zukunft in der Herrlichkeit Gottes beschäftige, dann könne nur Freude und Zuversicht im Herzen sein. Er berichtete von einer jungen Frau, die gefragt wurde, warum sie so optimistisch sei, und diese darauf geantwortet habe: „Ich glaube an Jesus Christus, der für mich gestorben und auferstanden ist und wiederkommen wird – Punkt!“ So bleibe es der Wunsch, in Gesprächen untereinander und im Alltag diese freudige Botschaft des Evangeliums weiterzutragen und im Herzen zu behalten.
Zum Schluss rundete der Chor mit dem ebenfalls „alten“ Lied „Heimat, Heimat glanzumflossen strahlt dein Bild in meiner Brust“ den Gottesdienst ab.
Im Anschluss an den Gottesdienst konnte, wer wollte, noch in einem kurzen Zusammensein bei Getränk und Knabberei auch den Bischof in so manchem Gespräch erleben.
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