Der Gottesdienst zum 1. Advent, der gleichzeitig den Auftakt zum neuen Kirchenjahr bildete, stand unter dem Motto „Der König kommt". Mittelpunkt des Gottesdienstes war die Vorfreude auf das Wiederkommen Jesu. Ein besonderes Gepräge erhielt der Gottesdienst durch die erstmalige Durchführung eines „Offenen Mitspielens“ zum Gemeindegesang.
Advent als Zeit der Erwartung und Vorfreude
Grundlage für den Gottesdienst bildete das Bibelwort aus Sacharja 9,9: „Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer."
Der Priester ging in seiner Predigt zunächst darauf ein, dass die freudige Erwartung auf das Kommen des Erlösers das zentrale Fundament des christlichen Glaubens ist.
Die Adventszeit ist eine gute Gelegenheit, sich mit dem Glauben an die Wiederkunft Jesu zu beschäftigen. Diese Zukunft bietet ewiges Leben und ewige Gemeinschaft mit Gott ohne Leid, Tod, Sorgen und Schmerzen. Darauf darf man sich freuen – so die Botschaft der Predigt. Abschließend lud der Priester die Gemeinde dazu ein, sich zu fragen, ob der Glaube an diese Zukunft noch in allen Herzen lebendig ist.
Die frohe Botschaft aus Sacharja über die Geburt des Erlösers wurde 500 Jahre lang weitergetragen und ging nicht verloren. Die Hoffnung ist, dass die Botschaft von der Wiederkunft Jesu ebenfalls die Zeit überdauert. Schließlich hat Jesus sein Wiederkommen selbst verheißen.
Advent als Zeit der Besinnung
Die Adventszeit bietet Gelegenheit, sich auf das zu besinnen, was wir von Gott im Natürlichen empfangen haben. Wir erleiden in unserer Region weder Vertreibung, noch Hunger oder Trinkwassermangel. Daraus erwächst die Verantwortung, dem Nächsten zu helfen – sei es ganz konkret und praktisch durch eine „helfende Hand“ oder auch durch ein Gebet.
Jesus – König, Erlöser und Menschenfreund
Bereits beim ersten Sündenfall wurde das Kommen eines neuen Königs verheißen. Der mitwirkende Priester ging auf die Unterschiede zwischen Jesus und den weltlichen Königen ein. Im Gegensatz zu den weltlichen Königen wurde Jesus nicht in einem Palast, sondern in einem Stall geboren. Er führte ein einfaches Leben ohne Prunk. Jesus ging auf alle Menschen zu, während damalige weltliche Könige häufig Kriege führten, mit Feinden häufig ungnädig umgingen und kurzen Prozess machten. Diese Unterschiede wurden zusätzlich durch entsprechende Bilder auf einer Pinnwand für die Gottesdienstbesucher veranschaulicht.
Offenes Mitspielen: Neue Möglichkeit zum Mitwirken im Gottesdienst
Zum „Offenen Mitspielen“ waren alle Gottesdienstbesucher eingeladen, ihre Instrumente mitzubringen und den Gemeindegesang musikalisch zu begleiten. Unabhängig vom bestehenden Gemeindeorchester sollte dieses Angebot allen – Kindern und Erwachsenen, Anfängern und Fortgeschrittenen – und unabhängig vom Instrument unkompliziert, zwanglos und niederschwellig die Gelegenheit geben, erstmals überhaupt oder nach längerer Zeit wieder ihr Instrument in der Kirche zu spielen.
Als Eingangs-, Buß- und Abendmahlslied wurden bewusst relativ einfach zu spielende Lieder ausgewählt und rund zwei Wochen vorher bekannt gegeben, damit sich jeder Mitspieler auf den Gottesdienst vorbereiten konnte.
Die Freude war groß, dass neben den Spielern aus dem Gemeindeorchester auch einige neue Instrumentalisten die Möglichkeit zum gemeinsamen Musizieren nutzten. Zusammen mit dem sehr gut besetzten Gemeindechor war so eine komplette Kirchenseite nur mit Musikern gefüllt.
Eine Wiederholung des „Offenen Mitspielen“ ist bereits für Anfang Januar 2025 geplant.
Gemeinsamer Ausklang
Nach dem Gottesdienst bot sich – wie jeden ersten Sonntag im Monat – die Gelegenheit zu einem ungezwungenen Austausch bei Getränken und kleinen Leckereien, wovon wieder rege Gebrauch gemacht wurde.
Beginn der Adventszeit mit offenem Musizieren
10. Dezember 2024
Text:
Ulrike Osthoff
Fotos:
Dirk Eisenbach
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