Die Neuapostolische Kirche in Usingen blickte am letzten Sonntag, 14.06.2026, auf die Einweihung des ersten eigenen Kirchengebäudes im Jahr 1966 zurück. Zu diesem Gedenktag reiste Hirte Groß aus Frankfurt an und feierte einen besonderen Gottesdienst. Grundlage für die Predigt war das Wort aus Nehemia 8, 10b; „Und seid nicht bekümmert; denn die Freude am Herrn ist eure Stärke.“
In seinen Ausführungen wies der Hirte auf den Anlass hin. „Es ist kein großes Fest, dass wir feiern. Aber wir wollen einmal innehalte und dankbar zurückschauen. Und Grund und Ursache zu danken haben wir immer wieder, wenn wir auf die Entwicklung in der Gemeinde schauen.“ Auch die Brücke zum am heutigen Tag verwandten Textwort aus der Heiligen Schrift sei vorhanden: Es gäbe keinen Grund bekümmert zu sein, denn der Herr sei nach wie vor unsere Stärke, so der Bezirksvorsteher.
„Und was ist vor 60 Jahren Gegenstand der Predigt gewesen, die Bischof Paul Weine in diesem Weihegottesdienst, gehalten hat? Was haben die Gläubigen der Zeit damals erlebt?“ Dabei zitierte Christopher Groß dann aus einem Zeitungsbericht des Usinger Anzeigers vom 06.06.1966: Der Gottesdienst, in dessen Mitte die Weihe des neuen Gebäudes stand, wurde gestaltet durch die Ansprache, die Gebete, den Chorgesang und die Feier des Heiligen Abendmahls. „Das spiegelt wider, was wir in der Apostelgeschichte 2, 42 nachlesen können: Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel, und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet“, so der Dienstleiter.
Weitere Beiträge von Diakon Bernd Hartung und Gemeindevorsteher Frank Kirchner rundeten die Predigt ab.
Die Gemeinde wurde auch darauf hingewiesen, dass sie am 14.10.2026 ihr 70jähriges Bestehen feiert. „Und genau an diesem Tag hat Apostel Gert Opdenplatz in Usingen seinen Besuch angekündigt. Ohne bis jetzt von diesem Jubiläum gewusst zu haben!“ so Christopher Groß.
Zur Historie der Gemeinde:
Vor 60 Jahren, im Jahr 1966, feierte die Neuapostolische Kirche Usingen einen Meilenstein: Am 5. Juni 1966 konnte die Gemeinde ihr allererstes eigenes Kirchengebäude in der Limesstraße 4 beziehen.
Zuvor fanden die Gottesdienste viele Jahre lang in wechselnden Räumen statt, unter anderem im Schülerheim in der Schlossstraße.
14. Oktober 1956: Die heutige Gemeinde Usingen entwickelte sich aus den Gemeinden Altweilnau und Hausen-Arnsbach. Auf Wunsch des damaligen Bezirksapostels Gottfried Rockenfelder fand in Usingen der erste Gottesdienst am 14. Oktober 1956 in der Wohnung eines Priesters statt.
Bald reichte der Platz in der Wohnung nicht mehr aus und die Gemeinde erhielt die Möglichkeit in der Adventistenkapelle in Usingen die Gottesdienste zu halten. 1958 kamen die Geschwister von Hausen-Arnsbach zur Gemeinde Usingen.
Am 5. Juni 1966 konnte die Gemeinde in ihr eigenes Kirchengebäude in der Limesstraße 4 in Usingen umziehen.
1966: Einweihung des ersten eigenen Kirchengebäudes am heutigen Standort in der Limesstraße.
1977: Am 31. Dezember 1977 wurde in Altweilnau, dem Ort, an dem der Stammapostel Bischoff den Grundstein für die Gemeinde im Usinger Land gelegt hatte, der letzte Gottesdienst gehalten.
Die Mitglieder besuchten von da an die Gottesdienste in Usingen. Ende 1983 zählte die Gemeinde Usingen 133 Mitglieder und die Kirche war zu klein. Deshalb wurde entschieden, dass das jetzige Kirchengebäude einem Neubau weichen sollte.
Am 16. November 1984 hielt der damalige Stammapostel Urwyler den Einweihungsgottesdienst für das neue Kirchengebäude.
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