Auch der zweite Englisch-Gottesdienst mit Bischof Matthias Schäfer in der Gemeinde Frankfurt-Ost war ein besonderes Erleben. Insbesondere auch, weil drei junge Christen in die Gemeinde aufgenommen werden konnten.
Geprägt durch das Bibelwort aus Hebräer 10, Vers 23: "Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken, denn er ist treu, der sie verheißen hat.", stand der Gottesdienst ganz im Begriff der HOFFNUNG. Dies beziehe sich immer auf etwas, was in der Zukunft liegt, so der Bischof. Ob wir hoffen, dass unser Fußball-Verein das nächste Spiel gewinnt, oder dass der von uns gebuchte Urlaub schön wird: diese Hoffnung kann mehr oder weniger, vielleicht aber auch gar nicht, in Erfüllung gehen. Ganz anders sei es mit der Hoffnung, die auf die Verheißungen Jesu gründet: Er will alle Tage bei uns sein und er wird wiederkommen, um uns zu sich zu nehmen. Die Hoffnung auf diese Zusagen gehe auf jeden Fall in Erfüllung! Dies motiviert uns und gibt uns Freude und inneren Frieden. Selbst wenn wir unter Druck stehen oder gar gefallen sind: Wir sind nicht allein, Jesus ist mit uns! Immer! Auch das Weltgeschehen drückt uns manchmal nieder, aber die Verheißung, dass Jesus wiederkommen und uns zu sich nehmen wird, steht fest. Diese Hoffnung baut auf und gibt Kraft, auch für unsere Entwicklung im Glauben, um Jesus immer ähnlicher zu werden.
In seinem Predigtbeitrag gab Diakon Gideon Amewornu ein Beispiel mit dem Bild einer Flugreise: Wir kennen den Pilot nicht, wir sehen ihn nicht, wissen aber, dass er da ist und vertrauen ihm, dass er uns an unser Ziel bringt. Wie viel mehr können wir Gott vertrauen: Er bringt uns ans Ziel! Das macht uns hoffnungsvoll und gibt uns inneren Frieden.
Priester Raphael Adusu machte in der Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl deutlich, dass es der Heilige Geist ist, der uns Gottes Willen wissen lässt und der dafür sorgt, dass aus Brot und Wein Leib und Blut Jesu werden. Was Gott uns damit gibt, ist größer als alles andere.
Aufnahme von drei jungen Christen
Den drei jungen Christen, die zur Aufnahme gekommen waren, sagte Bischof Schäfer, dass sie nun Teil der Gemeinde werden. Er wies darauf hin, dass in der englischen Sprache für die Aufnahme der Begriff ‘Adoption‘ verwendet wird, was die Bedeutung noch klarer macht. Mit dem Geschehen, das uns von Jesu am Kreuz berichtet ist, machte der Bischof dies deutlich: "Als nun Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, das ist dein Sohn! Danach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich." (Joh. 19,26.27) Hierin lag unter anderem eine Verantwortung füreinander, wie sie nun auch in der Gegenseitigkeit zwischen den drei jungen Christen und der Gemeinde besteht.
Umrahmt wurde der Gottesdienst von einem Chor aus Sängern verschiedener Gemeinden. Teilweise begleitet durch Orgel oder Klavier wurden Lieder aus dem englischen Gesangbuch sowie aus der englischen Chormappe vorgetragen, die aus
den Herzen kommend die Herzen der Zuhörer berührten.
Gemeinschaft auch nach dem Gottesdienst
Nach dem Gottesdienst gab es wieder die Möglichkeit, sich in den unteren Räumen zu einem gemeinsamen Brunch zu treffen, was gerne von vielen für ein Zusammensein bei schönen Gesprächen genutzt wurde.
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