Sechs christliche Gemeinden, viele verschiedene Sprachen und ein gemeinsames Ziel: Musik als Stimme des internationalen Zusammenlebens hörbar zu machen.
Unter der Überschrift „Frankfurter Chöre aus internationalen Gemeinden singen ihre Lieblingslieder aus der ganzen Welt“ veranstaltete die ACK Frankfurt im Rahmen der Interkulturellen Woche 2026 einen besonderen Konzertabend in der Frankfurter Katharinenkirche.
Musik als Stimme des Zusammenlebens
Das Motto schien so spannend, dass die im Evangelischen Dekanat Frankfurt und Offenbach für die Ökumene zuständige Pfarrerin Dr. Maibritt Gustrau eine große Anzahl von Besuchern begrüßen konnte. Schauplatz des Konzerts war die ehrwürdige Katharinenkirche, in der schon die Familie Goethe Gottesdienste besuchte.
Die noch amtierende Vorsitzende des ACK Frankfurt, Frau Dr. Brigitta Sassin, griff das Motto der Interkulturellen Woche „Frankfurt in Szene – Stimmen des Zusammenlebens“ auf. Daraus sei im Arbeitskreis christlicher Kirchen die Überlegung entstanden: Wie können Stimmen internationalen Zusammenlebens besser hörbar werden als in der Musik?
Sechs Chöre – sechs musikalische Stimmen
So kündigte sie Chöre aus sechs christlichen Religionsgemeinschaften an, die gemeinsam das rund zweistündige Programm am 25. September 2026 gestalteten. Den Auftakt bildete der gemeinsam gesungene Kanon „Dona nobis Pacem“. Danach stellten sich die einzelnen Chöre vor und trugen jeweils drei bis fünf Lieder in unterschiedlichen Sprachen vor:
- Chor der Trinity Lutheran Church
- Chor der Evangelischen Indonesischen Kristusgemeinde Rhein-Main
- Chor der Finnischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Kinderchor der Sankt Silasse Kirchengemeinde
- Chor der Neuapostolischen Kirche Frankfurt
- Chor der Serbisch-orthodoxen Gemeinde
Der Chor der Neuapostolischen Kirche Frankfurt war für diesen Abend eigens zusammengestellt worden. Sänger und Sängerinnen aus allen Frankfurter NAK-Gemeinden waren der Einladung gefolgt und bildeten gemeinsam den überbezirklichen Chor.
Die verschiedenen Sprachen, musikalischen Traditionen und ganz unterschiedlichen Klangfarben machten den Abend zu einem abwechslungsreichen und internationalen Konzerterlebnis. Sämtliche Vortragenden wurden mit herzlichem Applaus verabschiedet.
Nach Frau Dr. Sassin sei es dabei nicht möglich gewesen, eine Wertung abzugeben, welcher Chor vielleicht der Bessere gewesen wäre. Den stimmungsvollen Abschluss bildete erneut ein gemeinsames Lied: „Der Mond ist aufgegangen“. So endete der Konzertabend nicht mit dem letzten Auftritt eines einzelnen Chores, sondern noch einmal mit allen gemeinsam.
Ein Abend, der nachklingt
Wie sehr die Musik und das Miteinander die Besucher erreicht hatten, zeigte auch eine Nachricht der Organisatoren am Tag danach: „… ich bin beschenkt von dem gestrigen Abend, ganz voll ... Die Menschen waren gestern glücklich, das ist wunderbar.“
Bianca Kuhfuß, die Dirigentin des Chores der Neuapostolischen Kirche, hatte für diesen Anlass folgende Lieder ausgewählt, die Lothar Basche teilweise am Flügel begleitete:
- „Meine Hoffnung und meine Freude“
- „Herr, ich komme zu dir“
- „Jauchzet Gott, alle Lande“
- „When Peace with the Father“
- „Singt ein Lied von Gott“
Nach dem übereinstimmenden Urteil war das Konzert nicht nur eine Freude für die Zuhörer, sondern auch für die Mitwirkenden. Ein Abend, an dem viele unterschiedliche Stimmen zusammenkamen und durch die Musik miteinander verbunden wurden.
27. September 2026
Text:
Fritz Nicolaus
Fotos:
Peter Trottnow
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