Am Sonntag, den 27. September trafen sich Kinder und Jugendliche der neuapostolischen Gemeinde Bad Homburg mit ihren Familien bei spätsommerlich warmem Wetter zu einem gemeinsamen Nachmittag im Maislabyrinth in Oberursel-Weißkirchen. Dabei zeigte sich schnell, dass es rund um das Maisfeld mindestens ebenso viel zu entdecken und zu erleben gab, wie darin.
Spätsommer statt Frühherbst
Um 15 Uhr traf sich die Gruppe am Maislabyrinth, dessen Auto- und Fahrradparkplätze bereits gut gefüllt waren – ein klares Zeichen dafür, dass viele das vorletzte Wochenende der Saison nutzen wollten, bevor die Ernte beginnt. Das Wetter präsentierte sich dieses Jahr deutlich wärmer als im Vorjahr: Statt Jacken begleiteten die Gruppe sommerliche Temperaturen, die vor allem die kühlen Getränke beliebt machten. Mit etwas Glück wurde ein Tisch unter einem Sonnendach ergattert, der schnell zum zentralen Treffpunkt und Lager für Rucksäcke und Getränke wurde – ideal für alle, die gerade nicht im Labyrinth unterwegs waren.
Rätselspaß für alle Altersgruppen
Der erste Weg führte viele direkt ins Maislabyrinth. Zwischen den hohen Pflanzen galt es nicht nur, den richtigen Pfad zu finden, sondern auch altersgerechte Rätsel zu lösen. Die Kleinsten suchten nach Bildern von Kuh Lieselotte und anderen Tieren, während Jugendliche und Erwachsene Fragen rund um die bekannte Kinderbuchfigur beantworteten. Die nötigen Informationen standen an verschiedenen Stellen im Feld bereit und behandelten Themen wie Lieselotte selbst, ihren Schöpfer, den Verlag und sogar den Buchdruck. Wer alle Fragen löste, konnte am Gewinnspiel teilnehmen – eine Motivation, die sich bewährt hat: Im Vorjahr gewann eines unserer Kinder tatsächlich einen Preis. Der Aussichtsturm bot zwischendurch einen weiten Blick über das Labyrinth bis hin zur Frankfurter Skyline.
Vielfältige Angebote jenseits des Maislabyrinths
Neben dem Labyrinth gab es weitere Aktivitäten: Fußball spielen, Ziegen und Hühner beobachten, Kürbisse schnitzen, ein großes Maisbad sowie ein Kartoffelfeld. Auf dem Kartoffelacker hatte ein Ernter zuvor die Knollen an die Oberfläche gebracht. Für fünf Euro konnte man einen Sack kaufen und selbst Kartoffeln sammeln. Einige Kinder begannen sogar schon vorher mit der Suche – improvisierten mit dem T-Shirt als Tasche und füllten es mit reichlich Kartoffeln. Die diesjährige Ernte fiel aufgrund der Trockenheit kleiner aus als üblich. Ein Mitarbeiter erklärte, dass die Kartoffeln nicht als große Ofen-, sondern eher als kleine Pellkartoffeln geeignet seien.
Das Highlight für viele: der BobbyCar-Hügel
Für einige Jungen war der BobbyCar-Hügel kaum zu toppen. Immer wieder fuhren sie mit Tempo hinunter und nahmen dabei viel Staub auf – was nach mehreren Fahrten deutlich sichtbar war. Aber auch die älteren Kinder genossen diesen Spaß. Anschließend zog es einige direkt ins Maisbad, wo getobt, gesprungen und ein Kind sogar vollständig eingegraben wurde.
Glücklich und zufrieden – mit Spuren im Gepäck
Während die Kinder weiterspielten, stellten sich den Eltern praktische Fragen: Wie bekommen wir sie - ohne Spuren im Auto zu hinterlassen - nach Hause? Decken für die Sitze erwiesen sich als sinnvolle Lösung. Nach mehreren Stunden zwischen Maisfeld, Maisbad, Kartoffelacker und BobbyCars ging es schließlich heimwärts – mit kleinen Kartoffeln im Gepäck und vor allem mit glücklichen Kindern. Und noch lange blieben einzelne Maiskörner in Taschen, Kleidung oder sogar im Badezimmer zurück. Dass bei den meisten am Abend eine Dusche dringend nötig war, überraschte deshalb nicht.
Aussichtsturm mitten im Maisfeld
30. September 2026
Text:
Dirk Eisenbach,
Ulrike Osthoff
Fotos:
Ulrike Osthoff
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