Am Mittwoch, dem 14. Oktober, führte Apostel Gert Opdenplatz den Gottesdienst in Usingen durch, zu dem auch die Nachbargemeinden aus Friedrichsdorf, Friedberg und Bad Nauheim eingeladen waren. Anlass für den Besuch war das Gemeindejubiläum in Usingen. Auf den Tag genau vor 70 Jahren, also am 14. Oktober 1956, wurde die Gemeinde in Usingen gegründet.
Nach einem Eingangsgebet mit trinitarischem Beginn verlas der Apostel als Textwort für den Festgottesdienst den Bibelvers aus Johannes 14,3: „Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass auch ihr seid, wo ich bin.“
70 Jahre gelebter Glaube in Usingen
Im Predigtteil ging er zunächst auf das 70-jährige Bestehen der Gemeinde ein und sprach davon, dass in all den Jahren hier in Usingen so viel gewirkt und erlebt wurde, in Sündenvergebung, in der Wortverkündigung, in den Seelsorgegesprächen und Familienbesuchen. Viel Trost wurde bewirkt und der Glaube wurde bewahrt und bis heute sei Usingen eine lebendige Gemeinde!
Gottes Liebe als Geschenk
Das vom Chor zu Beginn des Gottesdienstes vorgetragene Lied „Anbetend deine Macht und Größe“ (CM 132) griff der Apostel in seinen anschließenden Worten auf. Er bezeichnete das Lied als Gebet, in dem der Liederdichter die tiefe Gewissheit zum Ausdruck bringe, dass wir Gottes Kinder sind und der Ewige uns jederzeit in seinem Haus willkommen heißt. Es sei, als würde Gott jedem Einzelnen liebevoll zurufen: „Ich liebe euch!“ — „Haben wir das verdient? Nein. Er hält uns bei unserer rechten Hand! Aus Liebe! Das ist kein eigener Verdienst. Ihm verdanken wir alles“, so der Apostel weiter.
Heimat im Glauben und die Hoffnung auf Christi Wiederkunft
Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen wurde das Motto zum Jubiläum der Gemeinde „Wo mein Glaube eine Heimat hat“ aufgegriffen. Heimat präge den Menschen und zeige sich mitunter in der Sprache sowie in Sitten und Gebräuchen. Heimatverbundenheit sei etwas Schönes. Wer seine Heimat verliere, erlebe hingegen einen schmerzlichen Verlust. Schon im Alten Testament wird nach der Vertreibung aus Jerusalem darauf hingewiesen, dass man weinend an die Wasser von Zion gedacht hat. Die Alten gaben damals diese Sehnsucht nach der Heimat an die Jungen weiter. So setzte sich das Sehnen auch bei den Jungen fort.
Was bedeute Heimat jedoch für das Glaubensleben? Auch wir sehnten uns nach Gemeinschaft mit Gott. Diese lasse sich allerdings nicht auf ein Kirchengebäude reduzieren, denn alle irdischen Gebäude seien vergänglich. Der Apostel erinnerte deshalb erneut an das Bibelwort aus Johannes 14,3: „Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass auch ihr seid, wo ich bin.“ Diese Heimat sei nicht von Menschenhand erbaut.
„Heimat ist auch untrennbar mit der Wiederkunft Christi verbunden. Bestimmt das unser Leben oder ist das nur noch Tradition? Wir wollen Jesus begegnen.“ In der Offenbarung heißt es: Es spricht, der solches bezeugt: Ja, ich komme bald. „Das war bei unseren Vorfahren ein prägendes Element und auch wir wollen daran festhalten“, empfahl der Apostel.
Eine Heimat in der Gemeinde gefunden
In einem weiteren Predigtbeitrag wurde Diakon Hartung noch einmal an den Altar gerufen. Er wies in seinem Beitrag darauf hin, dass er versucht habe, nach dem Wort „Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen“, sein Leben einzurichten. Sehr dankbar war er dafür, dass er in der Gemeinde Usingen eine echte Heimat gefunden habe.
Ein offener Tisch als Zeichen der Gemeinschaft
Bischof Matthias Schäfer bereitete das Heilige Abendmahl vor und griff dabei den Gedanken der Heimat aus der Predigt des Apostels auf. Er verband Heimat besonders mit seiner Kindheit und dem Elternhaus. Dabei stellte er die Frage: „Was macht ein Elternhaus aus?“ Seine Antwort lautete: „Immer eine offene Tür, immer ein gedeckter Tisch.“ Wo ist der Bezug zum Abendmahl? Auch für uns Christen steht die Tür immer offen und der Tisch ist gedeckt! Voraussetzung dafür seien unser Glaube und unsere Liebe zu Gott.
Im Anschluss wurde das Heilige Abendmahl gemeinsam gefeiert.
Dank für jahrzehntelangen Dienst
Danach erfolgte die Ruhesetzung des Diakons nach fast 50 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit für die Gemeinden Oberursel und Usingen. Der Apostel wies darauf hin, dass der Diakon bereits mit 16 Jahren in das Diakonenamt ordiniert wurde und dies nach den heutigen Verhältnissen doch sehr früh gewesen sei. Er dankte dem scheidenden Amtsträger für allen in der Liebe geleisteten Einsatz in den vielen Jahren.
Ordinierung zur Diakonin
Die Ordinierung von Schwester Manuela Müller zur Diakonin für die Gemeinde Friedberg schloss die Amtshandlungen an diesem Abend ab. Dabei dankte der Apostel ihr für die Bereitschaft, dieses Amt zu übernehmen, und verlieh der Diakonin in der Ordination Vollmacht für ihren Amtsauftrag und sprach ihr Heiligung und Segnung zu.
Begegnung beim gemeinsamen Brunch
Nach dem offiziellen Ende des Gottesdienstes waren alle Teilnehmer zu einem Brunch in das Untergeschoss der Kirche eingeladen.
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.
