Erster Advent und 100-jähriges Jubiläum. In der Kirchengemeinde gab es am Sonntag viel zu feiern.
Zum Jubiläumsgottesdienst war Apostel Gert Opdenplatz in die Gemeinde gekommen. Der Gottesdienst wurde live per IPTV in weitere Frankfurter Gemeinden übertragen. Das 100-jahrige Jubiläum der Gemeinde verwendete er als Brücke zum 100. Psalm: „Gehet zu seinen Toren ein mit Danken, zu seinen Vorhöfen mit Loben; danket ihn, lobet seinen Namen! Denn der Herr ist freundlich“ (aus Psalm 100,4. 5). „Gott sieht all die Missgeschicke, die uns Menschen passieren, und begegnet uns trotzdem immer wieder freundlich“, sagte der Apostel.
Hoffnung geben
Der Apostel blickte mit dem Bibelwort aus Jeremia 33,14.15 zu schlimmen Zeiten des Volkes Israels zurück: „Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, dass ich das gnädige Wort erfüllen will, das ich zum Hause Israel und zum Hause Juda geredet habe. In jenen Tagen und zu jener Zeit will ich dem David einen gerechten Spross aufgehen lassen; der soll Recht und Gerechtigkeit schaffen im Lande.“ Trotz der Belagerung durch Feinde und einem zum Erliegen gekommenen Rechtssystem habe Jeremia einen Acker gekauft, um Gottes Verheißung zu unterstreichen: „Das bleibt nicht so. Das wird sich wieder wenden.“
„Gott sagt an, was er tut und er tut, was er ansagt“, sagte der Apostel. „Darauf ist Verlass.“
Auch in dieser Zeit gebe es schlimme Neuigkeiten, sehen Kriege, Katastrophen und traumatisierte Menschen. „Auch in diese Verhältnisse hinein“, sagte der Apostel, „da kommt wieder das Wort des Herrn und sagt uns: Auch heute, 2023, denke daran. Ich sage dir vorher an, was ich tun werde. Und ich werde das tun, was ich dir sage.“ Jesus versprach: „Ich will wiederkommen.“ Deshalb könne man auch in schlimmen Zeiten voller Glaubensüberzeugung einander sagen: „Tochter Zion, freue dich, denn dein Herr kommt.“
Zelebrieren
Bischof Kramer freute sich für die Gemeinde: „Zum Glück wirkt ihr nicht wie eine Hundertjährige, sondern quicklebendig.“ Zum Advent wünschte er allen, dass sie den Frieden Gottes zelebrieren können und das Geschenk, das Gott gemacht hat, als er auf die Erde kam, bewusst erleben können. In diesem Gedanken wurde auch das Heilige Abendmahl zelebriert.
Verabschiedung
In diesem Gottesdienst verabschiedete der Apostel auch das Ehepaar Bartsch aus der Gemeinde Neu-Isenburg, deren zukünftiger Wirkungskreis im Kirchenbezirk Offenbach sein wird. Er gab ihnen die Worte aus Hebräer 6,10 mit: „Denn Gott ist nicht ungerecht, dass er vergäße euer Werk und die Liebe, die ihr in seinem Namen erwiesen habt, indem ihr dem Heiligen dientet und noch dient. Wir begehren aber, dass jeder von euch denselben Eifer beweise, die Hoffnung festzuhalten bis ans Ende.“
Ordinationen
Zum ersten Mal im Bezirk gab es dann für Frankfurt-Ost und Frankfurt Höchst Frauen, die ins Diakoninnen-Amt ordiniert wurden. Für sie und die Priester, die der Apostel für dieselben Gemeinden ordinierte, hatte er auch ein Bibelwort: „Denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd und seines Knechts angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder. Denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und dessen Name heilig ist. Und seine Barmherzigkeit währet für und für bei denen, die ihn fürchten“ (nach Lukas 1,48-50).
Worte
Nach dem Gottesdienst kamen auch noch Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein und Pfarrer Matthias Loesch von der evangelisch-reformierten Gemeinde zu Wort. Ersterer lobte die Zusammenarbeit mit der Neuapostolischen Kirche auf vielen Ebenen in der Stadt und freute sich, dass die Gemeinde in den 100 Jahren „nicht in die Jahre gekommen“ war. Pfarrer Matthias Loesch freute sich, dass Gottes Wort in verschiedener Weise verkündigt wird und von allen Christen gemeinsam auf das Wort Gottes hingewiesen wird, das in Jesus Christus lebendig geworden ist.
Nach dem Gottesdienst lud die Gemeinde noch zu einem Beisammensein ein.
5. Dezember 2023
Text:
Katrin Löwen
Fotos:
Sandra Escher,
Jessica Krämer
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