Bischof Jürgen Kramer feierte am Sonntag, 11. Juni Gottesdienst in Bad Vilbel mit dem bekannten Bibelwort aus 2.Mose 20,8 „Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst.“ Schon im Eingangsgebet bereitete der Bischof durch Lobpreis, Dank und die Bitte um den Seelenfrieden die Grundlage für einen wahrlich feierlichen Sonntag. Der Chor bekräftigte diese feierliche Grundhaltung mit dem Lied „Herr, ich habe lieb, die Stätte deines Hauses“.
Bischof Kramer ging in der Predigt darauf ein, dass die Gebote, die Gott durch Mose dem Volk Israel gab, auch in der heutigen Zeit Basis für ein Gott wohlgefälliges Handeln seien. Im alten Bund bezog sich das dritte Gebot zur Heiligung des Sabbats auf die Erinnerung an die Befreiung Israels aus der Gefangenschaft. Darüber hinaus machte Gott deutlich, wie sich die Juden gegenüber ihm und untereinander verhalten sollten, um gesegnet zu sein. Während in Israel noch heute der siebte Tag des jüdischen Kalenders, also der Samstag als Sabbat heilig gehalten wird, feiern Christen den Sonntag, den Auferstehungstag Jesu Christi, als Ruhetag.
Bedeutende Aspekte der Heiligung
Heute sei der Sabbat ein Tag, an dem man bewusst der Auferstehung Jesu gedenken möge und den Blick auf sein Wiederkommen richte. Er solle dem Lob des Schöpfers und der Beschäftigung mit seinen vielfältigen Gnadengaben dienen. Daraus resultiere, dass die Beziehung zu Christus Priorität vor allen irdischen Zielen behalte.
Man heilige den Feiertag, indem man Gott anbete und preise, die Gemeinschaft mit Christus suche und auch seinem Nächsten Gutes tue. Solches Handeln zeuge auch von dem ernsten Vorsatz, Jesu Wesen ähnlicher zu werden.
Selbst wenn es einmal Zeiten gäbe, in denen man im Gottesdienst nicht immer volle Erbauung fände, solle man den Feiertag heiligen. Im Himmel seien es die himmlischen Heerscharen, die Gott loben und preisen – auf Erden sei dies Aufgabe der gottesdienstlichen Gemeinschaft. Im Gottesdient gebe es die Möglichkeit, die verbindliche Freisprache der Sünden zu erleben und das Sakrament des Heiligen Abendmahls als Kraftquelle zu genießen.
Der Bischof erinnerte daran, dass man im Unser Vater bete „.. und vergib uns, unsere Sünden“, was bedeute, auch im Gebet füreinander einzutreten und nicht nur das eigene Seelenheil im Auge zu haben.
Bischof Jürgen Kramer in Bad Vilbel
13. Juni 2023
Text:
Regina Hoffmann
Fotos:
Regina Hoffmann,
Hans-Jürgen Wohlfarth
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.
