Mit dem Eingangslied „Wie groß ist Gottes Liebe“ startete der Kindergottesdienst von „Bad Usidorf“ am Palmsonntag 2024 im Untergeschoss der Kirche in Usingen. 21 Kinder der Gemeinden Bad Homburg, Usingen und Friedrichsdorf waren der Einladung zu einem gemeinsamen Kindergottesdienst gefolgt.
Priester Lebeau begann den Predigtteil mit der Frage, wer von den Kindern denn wisse, was für ein Sonntag heute sei und was an diesem denn seinerzeit passiert sei. Sehr zügig kamen die Antworten der Kinder: Es sei Palmsonntag und an diesem sei seinerzeit Jesus auf einem Esel in Jerusalem eingezogen und die Bevölkerung habe Palmzweige und Kleidung vor ihm ausgebreitet. Sogar, dass der Esel zunächst organisiert werden musste, und dass Jesus dann in Jerusalem direkt zum Tempel geritten sei, wussten die Kinder. Doch dann wurde es schwieriger – als Priester Lebeau fragte, was er denn im Tempel vorgefunden habe, wusste keines der Kinder so recht weiter. Der Priester berichtete, dass Jesus im Tempel ein Markttreiben vorfand und dass ihm dies so gar nicht gefallen habe. Er erläuterte, dass die Gläubigen seinerzeit Tempelsteuer bezahlen mussten und mit vielerlei Währung angereist kamen. So hielten sich im Tempel Geldwechsler auf. Ferner wurden seinerzeit Tieropfer dargebracht. Damit es sich um einwandfreie Tiere handelte und nicht um von einer eventuell erforderlichen langen Anreise erschöpfte und ausgemergelte Tiere, habe man diese auch direkt vor Ort zum Kauf angeboten. Aus menschlicher Sicht praktisch und sinnvoll, die Waren dort anzubieten, wo sie gebraucht wurden. Aus göttlicher Sicht hatten diese jedoch im Tempel nichts zu suchen: „Mein Haus soll ein Bethaus sein, ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht“, war das dem Gottesdienst zugrunde liegende Textwort aus Matthäus 21, Vers 13.
Im Folgenden übertrug Priester Lebeau das damalige Geschehen der Tempelreinigung auf das heutige Leben und fragte die Kinder, was sie gerne machen, was ihre Hobbys seien, was denn in ihrem Herzen Platz habe. Lesen, Tanzen, Lego bauen, Fußball spielen und vieles mehr, antworteten die Kinder, jedoch auch Liebe und Freude. Zur Visualisierung wurde ein zuvor gebasteltes großes Herz am Flipchart aufgeklappt. In diesem Herz war ein großes Bild von Jesus mittig befestigt. Schwester Schmidt klebte pro genanntem Hobby ein Schild in dieses Herz. Am Ende war das Bild von Jesus kaum mehr zu sehen, da die zahlreichen Lieblingsbeschäftigungen dieses verdeckten.
In seiner Predigtzugabe fragte Priester Makarowski die Kinder, ob das denn nun ideal sei, dass man Jesus kaum mehr wahrnehmen könne. Die Kinder waren sich einig, dass das nicht richtig sei. Priester Makarowski forderte nun die Kinder auf, sich einzubringen und zu überlegen, wo sie denn ihr Schild mit ihrem Hobby hinkleben würden. Solle es dort bleiben, eher an den Rand des Herzens oder aus dem Herz heraus geklebt werden? Der Reihe nach kamen die Kinder nach vorne und brachten ihre Hobbys neben Jesus am Rande des Herzens an. So wurde das Bild von Jesus mittig im Herz wieder gut sichtbar. Kein Kind wollte sein Hobby jedoch ganz aus dem Herz entfernen.
„Und das sei auch absolut in Ordnung“, erläuterte Priester Makarowski. Man könne und solle sein Leben genießen, sich an seinen Hobbys erfreuen, Freunde treffen ... Wichtig sei es dabei aber, Jesus und seine Wiederkunft nicht aus dem Blick zu verlieren, um ihm genügend Raum zu geben.
Ferner wies er auch darauf hin, dass derzeit der eine oder andere einen Frühjahrsputz durchführe. Das kannten die Kinder auch und hatten zahlreiche Beiträge hierzu, was damit verbunden sei. Priester Makarowski beendete seine Predigtzugabe mit dem Hinweis, dass man auch in seinem Herzen einen Frühjahrsputz durchführen könne und manches auf den Prüfstand gehöre und auch „ausmisten“ ganz gut tun könne.
Nach der Sündenvergebung und der gemeinsamen Feier des Heiligen Abendmahls endete ein erlebnisreicher Kindergottesdienst mit Gebet und Segen. Am Ende durften die Kinder sich noch ein Herzbonbon als Erinnerung an das Thema dieses Gottesdienstes mitnehmen und noch eine kurze Zeit bei Saft, Minipizzen und Salzgebäck zusammen sein.
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