„Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder!“ Unter dieser Überschrift stand der Trostgottesdienst für Evangelist i.R. Dieter Reeg, den am 2. August 2024 Apostel Opdenplatz in Bad Vilbel feierte. Grundlage der Predigt war ein Bibelwort aus Römer 8, aus den Versen 14-17: „Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. … Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind. Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben!...“.
Im Nachlass des Evangelisten fand sich ein Brief, in dem er sich an seine Kinder, die Amtsträger und Glaubensgeschwister wandte. Die Dankbarkeit, das Glück, ein Gotteskind zu sein, seine Freude und Bedürfnis, der Gemeinde, der Jugend und den Kindern ein liebevoller Seelsorger zu sein, und vieles mehr kam darin zum Ausdruck. Durch das vorgelesene Schreiben bekam der Gottesdienst gleich zu Beginn eine besondere persönliche Prägung der Freude und Dankbarkeit, und Apostel Opdenplatz beendete sein Dienen mit einem emotionalen „Bis bald!“, was wohl allen Anwesenden aus dem Herzen sprach.
Priester Hegelein – einer der vielen Konfirmanden des Heimgegangenen – beschrieb, wie sehr er sich als junger Mensch in seinen Nöten von „Onkel Dieter“ ernstgenommen fühlte. Der Evangelist habe sich wirklich aufrichtig interessiert und mit besonderer Ernsthaftigkeit alles im Gebet vor den himmlischen Vater getragen. Durch das Erleben sei der Glaube in ihm gestärkt worden und er sei dadurch sicher in das Werk Gottes hineingewachsen.
Dankbare Erinnerung
Getrieben durch den Geist Gottes konnte Dieter Reeg als Seelsorger viel Gutes bewirken und durch sein Wirken viele schöne Erinnerungen und positive Spuren hinterlassen.
Das Lied „Weil ich Jesu Schäflein bin“ und „Ich weiß nicht, wann Christus, mein König, erscheint“ werden die Gemeinde sicher noch lange Zeit an Evangelist Reeg erinnern. Er hatte sie in dem erwähnten Schreiben gewünscht und hat vermutlich auch die schönen Beiträge des Flötenduos mit Orgel und des Chores in der Ewigkeit mitgesummt.
Dieter Reeg:
Im Alter von 12 Jahren wurde Dieter Reeg mit seiner Zwillingsschwester Gisela von Apostel Buchner versiegelt und gehörte seitdem zur Gemeinde Bad Vilbel. Er erhielt im Jahr 1959 seinen ersten Amtstauftrag als Unterdiakon. 1968 folgte die Ordination als Priester durch Bezirksapostel Rockenfelder. 1991 wurde er als Evangelist ordiniert und als Vorsteher für die Gemeinde Bad Vilbel und Bad Vilbel Gronau beauftragt, die während seiner Amtstätigkeit zu einer Gemeinde zusammengeschlossen wurde. Diesen Zusammenschluss begleitete er mit viel Weisheit und Verständnis. Auch nach seiner Ruhesetzung durch Bezirksapostel Wend im Jahr 2005, war er noch einige Zeit als Konfirmandenlehrer tätig, weil ihm gerade die junge Generation ganz besonders am Herzen lag. Bis zu seinem Umzug ins Pflegeheim im Jahr 2021 sang er mit großer Freude als Tenor im Gemeindechor.
Am 10. Januar 2009 musste Dieter Reeg seine Ehefrau Renate nach schwerer Krankheit in die jenseitige Welt abgeben. Viele Jahre später, am 9. Juli 2024 konnte er im Alter von 84 Jahren friedlich heimziehen. Oft hatte er betont, wie sehr er sich auf das Wiedersehen mit seiner Renate, seinem Bruder und vielen liebgewonnenen Weggefährten freue.
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