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Gutes tun und teilen – das können auch schon Kinder

 

Am 26. Januar 2025 fanden sich die Kinder des Bezirks Frankfurt zum Auftakt in das neue Jahr in der Gemeinde Frankfurt Nord zu einem Bezirkskindergottesdienst zusammen. Grundlage des Bezirkskindergottesdienstes war das Textwort aus Hebräer 13,16: „Gutes tun und, mit anderen zu teilen vergesst nicht, denn solche Opfer gefallen Gott.“ In Bezug auf das Gute, das es zu tun gilt, wurde die Begebenheit von dem barmherzigen Samariter (Lukas 10,33ff.) herangezogen und mit den verschiedenen Altersstufen unterschiedlich erarbeitet.

Den Bezirkskindergottesdienst leitete Bezirksvorsteher Hirte Christopher Groß. Als Einstieg in den Gottesdienst stellte er den anwesenden Kindern die Frage: „Was hast Du diese Woche Gutes getan?“ Die Kinder antworteten:

-            Sie hätten ihren Geschwistern geholfen.

-            Sie hätten Hausaufgaben erledigt.

-            Sie hätten ihr Zimmer aufgeräumt.

Danach teilten sich die Kinder in die verschiedenen Altersstufen auf und vertieften mit den jeweiligen Amtsträgerinnen und Amtsträgern das Gleichnis des barmherzigen Samariters.

Vorsonntagsschüler 3 bis 6 Jahre

Die Vorsonntagsschüler konnten mit einem Elternteil oder alleine mit in den vorbereiteten Nebenraum gehen. Dort waren Sitzpunkte variabel auf dem Boden in einem Kreis verteilt. Die Kinder bekamen kleine Teddybären, die sie „verarzten“ konnten. Dazu standen Pflaster und Verbände bereit. So wurde das Thema Gutes tun und zu helfen aufgegriffen und anhand des Teddys praktisch vertieft. Die Kinder durften die Bären als Erinnerung an den Gottesdienst mit nach Hause nehmen. Während der praktischen Arbeit an den Teddys stellte die Diakonin Fragen an die Kinder.

-            Welche Helfer kennt ihr? 

-            Wem habt ihr schon mal geholfen?

-            Wer hat euch schon mal geholfen?

-             und weitere

Sonntagsschüler 6 bis 9 Jahre

Den Kindern aus der Sonntagsschule predigte Bezirksevangelist Peter Blum, der zunächst die anwesenden Kinder in zwei Gruppen einteilte und ein Kind bat, vor den Altar zu kommen. Die eine Gruppe Kinder brachte diesem Kind nacheinander mehrere schwere Liederbücher. Die andere Gruppe sollte dabei zusehen. Nachdem das Kind vor dem Altar mit immer mehr Büchern bepackt wurde, bot der Bezirksevangelist Einhalt und fragte die Kinder, wie sich denn wohl der Herr Jesus in dieser Situation verhalten hätte. Er bot drei Möglichkeiten zur Auswahl an: 

  1.  Ein Junge geht vorbei, winkt und sagt, er müsse schnell zum Karate. 
  2.  Ein zweiter kommt und ruft dem bepackten Kind „Trag du nur schön weiter!“ zu und geht weiter.
  3.  Ein Dritter kommt, sieht und nimmt einen Teil der Bücherlast ab.

Die Kinder waren sich sofort einig, dass Jesus die dritte Möglichkeit gewählt hätte. Im weiteren Verlauf wurde anhand einer Bildergeschichte, die in die Altardekoration eingefügt war, die Geschichte vom barmherzigen Samariter mit den Kindern besprochen. Jeweils ein oder auch zwei Kinder kamen dazu an den Altar und erläuterten ein Bild. Auch Verband, Pflaster sowie eine kleine Flasche mit Öl und Wein fanden sich in der Dekoration und halfen den Kindern, die Geschichte nachzuerzählen. Am Ende fasste Bezirksevangelist Blum zusammen, dass wir nicht vorbeigehen wollen, wenn jemand Hilfe braucht, sondern wie der Samariter wollen auch wir praktische Hilfe leisten und anderen beistehen.

Religionsschüler und Konfirmanden 10-14 Jahre

Der Gruppe der Religionsschüler und Konfirmanden diente Bezirksvorsteher Hirte Christopher Groß. Er lud die anwesenden Kinder ein, mit ihm gemeinsam einen Kriminalfall aus der Bibel zu lösen. Der Fall des barmherzigen Samariters. Gute Detektive sind vorbereitet und haben Fragen zu dem Gleichnis:

  • Wer war unterwegs?
  • Wohin war der Mensch unterwegs?
  • Was passiert auf dem Weg?
  • Wer kam vorbei und wer tat was?
  • Was hat der Samariter getan? Wie hat er sich um den Mann gekümmert?
  • Was setzte der Samariter für den Fremden ein?

Der Bezirksvorsteher führte anhand der Fragen und vorbereiteten Bilder durch das Geschehen. Die anwesenden Kinder antworteten zielführend auf die Fragen, so dass die Gruppe schnell auf die letzte und wesentliche Frage kam:  

Was würdest Du machen? Was würdest du geben, um zu helfen?

Die Kinder waren sich einig, dass sie sowohl helfen können als auch helfen wollen. Ein Punkt wurde dabei nochmal deutlich. In der Bibel steht nicht, dass der Mensch sich bei seinem Retter, dem Samariter, bedankt hat. Auch wir wollen anderen Menschen helfen, auch wenn wir dafür keinen Dank erhalten und uns niemand sieht, wie wir helfen. Wir helfen nicht, damit wir gesehen werden und in einem guten Licht stehen, sondern aus Liebe zu unserem Nächsten.

Gemeinsame Feier des Heiligen Abendmahls

Nachdem sich alle Gruppen wieder im Kirchenschiff versammelt hatten, verteilte der Bezirksvorsteher an ein paar Kinder etwas Brot und etwas Traubensaft. Symbolisch, um auf das vorzubereiten, was nun gleich folgen sollte. Auf die Frage, was er soeben getan habe, kam die Antwort, dass er gerade Brot und Saft verschenkt habe. Der Bezirksvorsteher verwies auf Jesus und sein Opfer und darauf, dass es ein Geschenk sei, dass wir in jedem Gottesdienst Brot und Wein, Leib und Blut Jesu erleben und genießen dürfen.

Das „Unser Vater“ konnten die Kinder sprechen oder in Gebärden mitmachen, wie sie es in den letzten Bezirkskindergottesdiensten gelernt hatten.

Zum Abschluss wurde die Kinder-Hymne des Bezirks Frankfurt, das „Hallelu“ gesungen. Wie immer sorgte sie für viel Freude bei den Kindern und allen Anwesenden.

Danach durften sich alle Kinder, Eltern und Geschwister bei einem Mittagessen stärken, sich austauschen und die verarzteten Teddybären bewundern.

 

28. Januar 2025
Text: Patrick Makarowski
Fotos: Sandra Escher, Peter Trottnow

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Das "Unser Vater" wird auch in Gebärdensprache gebetet
 

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