Am 25. Januar 2026 fand der Bezirkskindergottesdienst in Frankfurt-Nord statt. Hirte Christopher Groß stellte den Gottesdienst unter das Bibelwort: „Fürchte dich nicht, glaube nur." (Markus 5,36).
Als Einstieg in den Gottesdienst fragte Hirte Groß die Kinder und Erwachsenen, wer schon einmal Angst hatte. Alle meldeten sich. Hirte Groß erklärte, dass Angst zu haben ein menschliches und wichtiges Gefühl sei, das oft auch vor Gefahren schützen könne. Als besonderer Blickfang wurde ein Plakat, das einen lebensgroßen Goliath zeigte, von der Empore ausgerollt. Mit einer Höhe von sechs Ellen und einer Spanne - das entspricht etwa 2,40 m bis 2,90 m - machte er eindrucksvoll deutlich, wie riesig und furchteinflößend der biblische Gegner Davids gewesen sein musste.
Die Kinder wurden im Anschluss in drei altersgerechte Gruppen eingeteilt: Vorsonntagsschüler (3 - 6 Jahre), Sonntagsschüler (6 - 9 Jahre) sowie Religionsschüler und Konfirmanden (10 - 14 Jahre). Ziel war es, die Geschichte von David und Goliath altersgerecht zu vermitteln und jeweils alltagsnahe Bezugspunkte zu schaffen.
Vorsonntagsschüler (3 - 6 Jahre)
Die Kinder der Vorsonntagsschule gingen nach unten in den Gemeinschaftsraum; dort wurde ihnen die Geschichte von David und Goliath anschaulich mit einem Kamishibai (Papiertheater) erzählt. Priester Patrick Makarowski fragte die Kinder, warum David so mutig war. Alle waren sich einig, dass Gott David den Mut gab, um gegen Goliath zu kämpfen. Der Priester ergänzte, dass man auch in der heutigen Zeit Kraft, Mut und Stärke von Gott erhalten könne, wenn man Angst verspüre; und dass der liebe Gott jedes Gebet höre.
Anschließend wurde spielerisch ausprobiert, wie viele Kinder wohl „in einen Goliath passen". Elf Kinder mussten sich nebeneinander legen, um die Ausmaße zu veranschaulichen. Danach durften die Kinder selbst aktiv werden: Mutig kämpften sie gegen einen lebensgroßen Goliath und warfen „Steine" in Form von Klettbällen auf ihn. So wurde die Botschaft der Geschichte für alle erlebbar: Auch wenn etwas groß und bedrohlich wirkt, muss man sich nicht fürchten, wenn man auf Gott vertraut.
Sonntagsschüler (6 - 9 Jahre)
Den Kindern aus der Sonntagsschule machte Schwester Sina Euler die Geschichte von David und Goliath im Kirchenschiff mit ihrer bildhaften Sprache erlebbar. Man sah es förmlich vor sich, wie David am Flussufer fünf Steine in seine Tasche schob und mit seiner Steinschleuder mutig Goliath gegenübertrat.
Anschließend durften die Kinder mit Klettbällen versuchen, den von der Empore herabhängenden Papier-Goliath abzuwerfen. Schwester Sina Euler fragte: „Was glaubt ihr, wie sich David gefühlt hat, als er vor Goliath stand?" Die Kinder antworteten „wütend", „mutig" usw. Sina betonte: "David wusste, dass er sich auf Gott verlassen konnte." Und Gott gibt auch uns „fünf Steine", die hervorragende Werkzeuge seien, um im Alltag gegen einen „Goliath" anzukämpfen: das Gebet, der Glaube, der Engelschutz, die Hoffnung auf das Wiederkommen Jesus und die Liebe.
Religionsschüler und Konfirmanden (10 - 14 Jahre)
Die Gruppe der Religionsschüler und Konfirmanden war mit Hirte Christopher Groß und Priester Björn Weiler in der Sakristei. Bei den älteren Kindern wurde der Alltagsbezug der Geschichte in den Mittelpunkt gestellt. Goliath und die Philister verbreiteten Angst, sie drohten, verspotteten und provozierten täglich die Israeliten. Der Priester fragte die Kinder: "Wie geht man heute mit Provokationen um - bei TikTok, Instagram und anderen sozialen Medien?" Manchmal sei es gut, Abstand zu halten und innezuhalten. David wehrte sich nicht durch Auflehnung gegen die Provokationen Goliaths, sondern durch sein Vertrauen auf Gott. Mit den Worten „Ich komme im Namen des Herrn" zeigte David seinen Mut, seinen Kampfgeist und seinen festen Glauben an Gottes Beistand.
Gemeinsamer Abschluss
Zur Feier des Heiligen Abendmahls versammelten sich alle Kinder und Erwachsenen wieder im Kirchenschiff. Hirte Christopher Groß zeigte das Bild von Jesus am Kreuz, an dem er starb. Man könne meinen, dass Jesus verloren habe, doch er hat den Sieg über das Böse davongetragen. Denn Jesus habe für jeden Einzelnen die Sünden auf sich genommen, als er ans Kreuz ging. Durch seine Auferstehung wurde deutlich, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Jesus ist der Sieger über Sünde und Tod.
Nach dem Gottesdienst erhielt jedes Kind noch einen Duplo-Schokoriegel mit einer besonderen motivierenden Botschaft als Erinnerung an diesen Tag: „Du wächst mit jeder Herausforderung", „Du packst das - Schritt für Schritt", „Du bist voller Kraft und Mut", „Du wirst die Welt verändern".
Es war wieder ein wunderbar herzlicher und kindgerechter Gottesdienst, bei dem man spürte, mit wie viel Liebe und Kreativität alles vorbereitet war - ein Erlebnis, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen berührte und begeisterte.
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