Am Sonntag, dem 16. Februar 2025, versammelten sich die Jugendlichen des Frankfurter Kirchenbezirks in der Gemeinde Neu-Isenburg zu ihrem monatlichen Jugendgottesdienst.
Der Leiter des Gottesdienstes begann mit einer Metapher: Er verglich das Leben mit einem Kuchen, den eine Oma gebacken hatte. Man könnte zwar in einem Labor herausfinden, aus welchen Zutaten der Kuchen besteht und wie lange er gebacken wurde, aber die entscheidende Frage bleibt unbeantwortet: „Warum hat die Oma diesen Kuchen gebacken?“ Um das zu klären, müsste man die Oma selbst fragen oder jemanden, der sie gut kennt.
Ähnlich ist es mit der Welt, in der wir leben. Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Erklärungen für die Beschaffenheit der Erde und des Lebens, doch das „Warum“ hinter allem bleibt ein Mysterium, das nur der Schöpfer selbst oder einer, der ihn sehr gut kennt, beantworten kann. Jesus hat genau das getan, indem er erklärte, dass Gott die Menschen aus reiner Liebe und dem Wunsch nach Gemeinschaft mit ihnen erschaffen hat. Er bietet den Menschen nicht nur Begleitung im Alltag, sondern auch das Versprechen eines ewigen Lebens in seiner Nähe.
Mit dieser Grundlage motivierte der Dienstleiter die Jugendlichen, sich auf die Entdeckung einzulassen, wie sie zur vollen Lebensfülle gelangen können. Er zitierte das Bibelwort aus Johannes 10, 10b: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und volle Genüge.“ In diesem Zusammenhang stellte er Jesus als den „guten Hirten“ vor, der sich um seine Schafe kümmert und den Zugang zu einem erfüllten Leben bietet.
Er warnte die Jugendlichen davor, sich von den vielen Einflüssen des Alltags ablenken zu lassen, die ihrer Identität schaden könnten. Dabei nannte er einige inspirierende Beispiele: Eine junge Musikstudentin hatte ihre Liebe zur Kirchenmusik neu entdeckt, indem sie begann, eigene Kompositionen für ihre Kirche zu schreiben, anstatt sich von der altbekannten Musik entfremden zu lassen. Ein 19-jähriger Jugendlicher hatte ein großes Unternehmen gegründet, ohne den Kontakt zur Kirche abzubrechen – sogar in seinem Wikipedia-Profil wird deutlich, dass er seinen Glauben bekennt.
Der Leiter sprach auch über Jugendliche, die sich in ihrer Identität verändert hatten und nun mit der Frage rangen, ob ihr Platz in der Kirche noch der richtige sei. Doch gerade in solchen Zeiten sei es wichtig zu erkennen, dass Gott jeden Menschen kennt und weiß, was er wirklich braucht. Er betonte, wie bereichernd es sein kann, Gott in alle Lebenssituationen einzubeziehen, denn er ist nicht nur zuverlässig, sondern möchte, dass jeder das Leben in vollen Zügen genießen kann und in die Gemeinschaft mit ihm kommt.
Der Gottesdienst endete in einer Atmosphäre des Miteinanders und der Ermutigung, mit der Gewissheit, dass jeder Einzelne wertvoll ist und einerseits ein erfülltes Leben hier auf der Erde und gleichzeitig das ewige Leben in Gemeinschaft mit Gott anstreben kann. Gerade die Kombination aus dem Einsatz der eigenen Fähigkeiten mit dem Vertrauen auf Gottes individueller Zuwendung kann zur vollen Lebensfülle führen.
16. Februar 2025
Text:
Markus Dreimann
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