Der Schriftzug "Konfirmation" auf dem geschmückten Altar machte sofort klar, worum es an diesem Tag ging! Um der versammelten Gemeinde und den Konfirmanden gleich zu Beginn des Gottesdienstes den Zugang zur Bibelstelle aus Philipper 2.4 zu erleichtern, wählte der Gemeindevorsteher die Übersetzung aus der Bibel "Hoffnung für alle": "Denkt nicht an euren eigenen Vorteil. Jeder von euch soll das Wohl des anderen im Auge haben."
Zu diesem Gottesdienst hatten sich mehr Besucher als sonst in der Kirche eingefunden, um an diesem schönen Geschehen teilzuhaben.
Gleich zu Beginn wandte sich der Vorsteher mit einem Beispiel an alle Anwesenden und erklärte, wie eine Konfirmandenstunde ablaufen könne: So fanden die beiden Konfirmanden Gabriel und Leonard jeder für sich ihre eigenen Worte für das Konfirmationsgelübde und interpretierten:
- Ich wende mich von den schlechten Dingen ab.
- Ich gehe dem Bösen aus dem Weg.
- Ich öffne Gott mein ganzes Herz.
- Ich halte mich an die Gebote.
Der Stammapostel schreibt in seinem Brief an die Konfirmanden, dass sie heute bewusst in die Gemeinde eintreten mit dem Vorsatz, Gutes zu tun und das Böse zu meiden.
Daran anknüpfend führte der Dienstleiter aus, dass wir ein Recht dazu haben, ein glückliches Leben zu führen, doch darauf achten sollten, unser Seelenheil nicht zu vernachlässigen. Der Mensch neige dazu, auf die Fehler des anderen zu sehen, aber jeder Mensch habe auch gute Eigenschaften, und wir wollen das unterstützen. Genau das bringt das Bibelwort zum Ausdruck, in dem es in der Lutherübersetzung heißt "Und jeder sehe nicht auf Seine, sondern auf das, was dem anderen dient (Phil 2.4)." Jesus habe das sehr schön vorgelebt. Er diente den Menschen aus Nächstenliebe, nie aus Berechnung – und immer uneigennützig. Der Dienstleiter schloss mit den Worten, man solle durchaus am Glück anderer teilnehmen, aber am Unglück anderer Menschen nicht achtlos vorübergehen.
Der mitdienende Priester erwähnte, dass für viele Menschen heute ein ganz gewöhnlicher Tag sei, dass er aber für die Konfirmanden zu einem besonderen Tag geworden ist. "Ihr werdet euch nicht an jedes Wort aus der Predigt erinnern, aber nehmt dieses Gefühl mit, das ihr jetzt habt. Daran könnt ihr euch euer ganzes Leben lang erinnern."
Abschließend – vor der Feier des Heiligen Abendmahls – gab der Vorsteher den Konfirmanden noch folgende Anregung mit auf den Weg: "Redet mit dem lieben Gott wie mit einem guten Freund."
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