Am 7. Januar besuchte der erst kürzlich ernannte Bischof Matthias Schäfer die Gemeinde Frankfurt-Ost. Zu diesem besonderen Gottesdienst waren auch die „Mittwochsgemeinden“ Frankfurt-West, Frankfurt-Sachsenhausen und Frankfurt-Praunheim eingeladen. Trotz winterlicher Verhältnisse waren zahlreiche Geschwister der Einladung gefolgt und füllten die Kirche zu einem gemeinsamen Gottesdienstabend.
Zu Beginn des Gottesdienstes richtete der Bischof einen Segensgruß zum neuen Jahr an alle Anwesenden sowie an die über die Technik zugeschalteten Geschwister. Dabei machte er deutlich, dass ein Segenswunsch mehr ist als ein menschlicher Zuspruch: Er sei Ausdruck der Bitte, dass Gott selbst die Gläubigen begleitet und segnet. Der größte Segen liege in der Verheißung Jesu Christi, wiederzukommen, eine Hoffnung, die durch das Wirken des Heiligen Geistes lebendig gehalten werde.
Der Gottesdienst stand im Zeichen des Hochfestes der Erscheinung des Herrn (Epiphanias), das die Weihnachtszeit im neuapostolischen Kirchenjahr beschließt. Passend dazu diente Bischof Schäfer mit dem Bibelwort aus Lukas 2,29–32, dem Lobgesang des Simeon. Simeon habe sein Leben in der Hoffnung auf den Erlöser geführt, ohne zu wissen, wie dessen Ankunft konkret aussehen würde. Entscheidend sei gewesen, dass er auf den Heiligen Geist hörte, der ihn zu Jesus führte und ihn erkennen ließ, dass sich in diesem Kind die Gegenwart Gottes offenbarte.
Daran anknüpfend stellte der Bischof das Jahresmotto „Fürchte dich nicht, glaube nur“ in den Mittelpunkt. Wer an Jesus Christus als den Erlöser glaube, dem offenbare er sich – und aus dieser Gottesbegegnung erwachse tiefer Frieden, auch heute. Glaube werde in der Gemeinschaft von Menschen gelebt, die Stärken und Schwächen mitbringen. Auch im Heiligen Abendmahl zeige sich dies äußerlich unscheinbar, aber geistlich tiefgehend: Nicht das Sichtbare sei entscheidend, sondern das Wirken des Heiligen Geistes. Die Gläubigen seien bereits Gottes Kinder und gemeinsam auf dem Weg zur Wiederkunft Christi.
Im Anschluss bereitete Bezirksevangelist Blum die Gemeinde auf die Feier des Heiligen Abendmahls vor. Er stellte dessen versöhnende und stärkende Bedeutung heraus und machte deutlich, dass Christus den Gläubigen in diesem Sakrament nahekommt und neue Kraft für den weiteren Glaubensweg schenkt.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls durfte sich die Gemeinde Frankfurt-Ost über die Bestätigung eines Diakons freuen, der aus einer anderen Gemeinde des Bezirks zugezogen war. „Diene dem Herrn mit Freuden", gab der Bischof dem Diakon für die Ausübung seiner Aufgabe in der neuen Gemeinde mit.
Im Anschluss an den Gottesdienst stellte sich der neue Bischof noch einigen Interviewfragen aus der Gemeinde.
Wer noch Zeit und Lust hatte, war anschließend zu einem kleinen Umtrunk und Beisammensein in den unteren Räumen eingeladen.
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