Am Mittwoch, dem 18. März 2026, diente den vier Gemeinden Frankfurt-West, Sachsenhausen, Frankfurt-Ost und Praunheim überraschend der im Zentralgottesdienst 2025 durch Bezirksapostel Pöschel neu ernannte Bischof Thomas Klimek aus dem Apostelbereich Nord. Als Bibelwort lag der Predigt 1. Petrus 3,9 zugrunde: "Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, auf dass ihr Segen erbt."
Bischof Klimek begrüßte alle Anwesenden zum Gottesdienst und lud ein, „die Seele baumeln zu lassen. Gott streichelt sie und tut damit jedem etwas Gutes.“ Er erläuterte:
- Alle haben das gleiche Ziel. Die Gemeinschaft tut gut.
- Gott spricht durch einfache, fehlerbehaftete Menschen, die vom Heiligen Geist durchflutet sind. Das tut gut.
- Die anschließende Sündenvergebung tut gut.
- Das Heilige Abendmahl tut gut.
- Der Segen Gottes zum Abschluss des Gottesdienstes tut ebenfalls gut.
Es lohne sich, am Gottesdienst teilzunehmen. Gott liebe die Menschen und „rennt uns hinterher und bereitet alles, damit er uns seine Nähe in Präsenz zeigen kann.“ Petrus richtete seinen Brief an die Gemeinden, die in der Diaspora lebten, um sie vorzubereiten und ihnen auf den Weg zu geben, wie sie sich am besten verhalten sollten – nämlich Böses nicht mit Bösem zu vergelten. Dadurch werde man zwar anders, aber man durchbreche die Spirale des Bösen.
Bischof Klimek verwies auf das aktuelle Weltgeschehen und räumte ein, dass Petrus’ Rat auf den ersten Blick wenig Wirkung zu entfalten scheine. Im Kleinen, im Alltag, könne man jedoch durch „Anderssein“ eine positive Wendung bewirken. Als Beispiel schilderte er eine Bürosituation, in der über Kollegen gelästert wird: Soll man sich als Christ daran beteiligen oder den Kollegen Einhalt gebieten? Ein Segen zu sein bedeutet auch, die schützende Hand über den Nächsten zu halten.
Die fünf Eckpfeiler der Nächstenliebe
Als Böses definiere man alles, was von Gott trennt – insbesondere die Sünde. Deshalb solle man versuchen, in Gottes Liebe zu leben, was Friedfertigkeit, Freundlichkeit und Nächstenliebe einschließe.
Die Nächstenliebe sei entscheidend. Bischof Klimek erläuterte fünf Eckpfeiler:
- Mitleidigkeit: Freud und Leid teilen und füreinander da sein.
- Brüderlichkeit (Geschwisterlichkeit): Zueinander halten, einander lieben und gleichen Geistes sein.
- Barmherzigkeit: Liebe untereinander, niemanden fallen lassen, auch bei Fehlern.
- Gleichgesinntheit: Das gleiche Fundament teilen und Gemeinschaft bilden.
- Demütigkeit: Sich nicht voreinander verbeugen, aber stets bemüht sein, dem Nächsten Gutes zu tun und ihn in der Gemeinschaft zu halten.
Schon in der Gemeinde könne man für die Zukunft üben, das Evangelium hochzuhalten und zu verkünden. Der Bischof fragte, ob es spürbar sei, dass man ein Christ sei.
Gemeinschaftliches Ziel und „Anderssein“
Bischof Klimek veranschaulichte das gemeinschaftliche Ziel – auf ewig mit Gott in Gemeinschaft zu leben – mit zwei nebeneinanderstehenden Häusern. In dem einen wohne der Mensch, im anderen Gott. Jeden Morgen, wenn das Haus verlassen wird, sitze Gott bereits auf seiner Bank, und man grüße sich. Jeden Abend geschähe dasselbe bei der Rückkehr. Dies sei ein Grund zur Freude. Die Freude solle man teilen, auch mit Nächsten, die vielleicht nicht mehr an Gott glauben.
Gott habe die Zukunft klar vorausgesagt und den Weg bereitet. Nun liege es an jedem, diesen Weg zu gehen. Gott lasse niemanden fallen, selbst wenn es einmal schwierig werde. Durch „Anderssein und anders reagieren“ könne man ein Segen für den Nächsten sein.
Co-Predigt und Abschluss
In seiner Co-Predigt diente der stellvertretende Bezirksvorsteher des Bezirks Frankfurt, Nicola Krieg, mit dem Gedanken, dass die Spirale des Bösen manchmal nur durchbrochen werden könne, wenn man vermeintlich schwach wirke. Er verwies auf den Opfertod Jesu: Für Außenstehende die größte Niederlage, für die Gläubigen der größte Sieg aus Gottes Liebe. Auch im Alltag könne man ein Segen sein, selbst wenn man als vermeintlicher Verlierer erscheine – letztlich könne dies der größte Triumph sein.
Bei der Überleitung zur Sündenvergebung und zum Heiligen Abendmahl zitierte Bischof Klimek den Propheten Micha:
- Es gibt keine andere Gottheit, die Sünden vergeben kann.
- Gott hält nicht an Altem fest, sondern hat Gefallen an Gnade.
Dies bedeute, nicht am Alten oder Bösen festzuhalten, sondern Freude daran zu finden, dem Nächsten zu vergeben.
Nach Sündenvergebung und Heiligem Abendmahl versammelten sich die Gottesdienstteilnehmer in den unteren Räumen des Kirchengebäudes zu einem kleinen Umtrunk. Der Abend klang mit Gesprächen in angenehmer Gemeinschaft mit Bischof Klimek aus.
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