Am Mittwoch, 10. Juni 2026, fand in der Gemeinde Kelkheim ein besonderer Gottesdienst mit Apostel Gert Opdenplatz statt. Zu diesem Anlass waren auch die Geschwister aus Schwalbach eingeladen. Im Rahmen des Gottesdienstes wurde Priester Gerd Amann nach langjährigem Wirken in den Ruhestand versetzt.
Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Johannes 17,20–21 zugrunde. Darin betet Jesus Christus für alle Menschen, die durch das Evangelium zum Glauben kommen und bittet um ihre Einheit. Dieses Einssein stand im Mittelpunkt der Predigt.
Zeichen der Hoffnung
Zu Beginn berichtete der Apostel von seiner Anreise durch den Taunus. Die Landschaft mit dunklen Wolken, weiter Fernsicht und einem sichtbaren Regenbogen erinnerte ihn an den Bund Gottes mit den Menschen. Die Wolken stünden für die Herausforderungen des Lebens, die Fernsicht für das Ziel des Glaubens: die Wiederkunft Christi und die erste Auferstehung. Der Regenbogen sei ein Zeichen dafür, dass Gott seinen Bund mit den Menschen hält.
Unter der Gebetsmacht Jesu Christi
Ausgehend vom Gebet Jesu machte Apostel Opdenplatz deutlich, dass Christus nicht nur für seine damaligen Jünger, sondern für alle Gläubigen gebetet habe. Unter dieser „Gebetsmacht Jesu Christi“ dürften Christen ihr Leben führen und darauf vertrauen, dass der Herr für jeden Einzelnen eintritt.
Ein zentrales Bild der Predigt war die Tischgemeinschaft. Gott lade jeden Menschen an seinen Tisch ein und sage: „Hier bist du willkommen, hier ist dein Platz.“ Diese Einladung gelte unabhängig von Herkunft, Fähigkeiten oder persönlichen Unterschieden. Gerade die Vielfalt der Gaben bereichere die Gemeinde und stärke das gemeinsame Glaubensleben. Niemand solle ausgeschlossen werden; vielmehr sei die Gemeinde aufgerufen, das Einssein zu pflegen und allen Menschen offen zu begegnen. An dieser gelebten Gemeinschaft sollen auch andere erkennen, dass Jesus Christus in ihrer Mitte ist.
Gemeinsam am Tisch des Herrn
In seinem Mitdienen griff Priester Gerd Amann diesen Gedanken auf. Er betonte, dass Verschiedenartigkeit am Tisch des Herrn nicht trenne, sondern durch Gottes Gnade überwunden werde. Auch Bischof Matthias Schäfer hob die Liebe Gottes hervor, die allen Menschen gleichermaßen gilt. Die Gemeinde gleiche einer Familie, die Gott selbst zusammengeführt habe. Dabei schaue Gott nicht allein auf den Erfolg eines Menschen, sondern vor allem auf dessen Herz und Motivation. Auch das gemeinsame Gebet schließe stets den Nächsten mit ein.
Dank für treuen Dienst
Im Rahmen des Gottesdienstes wurde Priester Amann nach langjähriger und segensreicher Tätigkeit in den Ruhestand versetzt. Als persönliches Bibelwort gab ihm der Apostel Philemon 7 mit: „Denn ich hatte große Freude und Trost durch deine Liebe, weil die Herzen der Heiligen erquickt sind durch dich, lieber Bruder.“ Mit diesem Wort kam die Dankbarkeit für seinen treuen Dienst zum Ausdruck. Viele Geschwister durften durch sein Wirken Trost, Ermutigung und geistliche Unterstützung erfahren.
Der Gottesdienst hinterließ bei den Anwesenden die ermutigende Gewissheit: Am Tisch des Herrn ist Platz für alle. In der Gemeinschaft mit Gott und untereinander wird seine Liebe sichtbar.
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