Am Mittwoch, 31. Juli 2024 freuten sich die Gemeinden Bad Vilbel und Friedrichsdorf sowie die eingeladenen Bezirksverantwortlichen auf den Gottesdienst mit Bischof Kramer. Als Grundlage hatte der Bischof das Bibelwort aus 2. Timotheus 2, 5 gewählt: „Und wer einen Wettkampf bestreitet, erhält den Siegeskranz nur, wenn er nach den Regeln kämpft“.
Aufgrund der hohen Temperaturen wünschte Bischof Kramer, dass es nicht nur äußerlich warm sei, sondern der Gottesdienst auch Herz und Seele erwärmen könne.
Vermutlich seien bei dem Bibelwort die Gedanken schnell zu den gerade stattfindenden Wettkämpfen bei der Olympiade gewandert, und sicher könne man viele Parallelen, aber auch große Unterschiede aufzeigen, führte er aus.
Wie bei Wettkämpfen, erfordere auch unser Glaube ernsthafte und ausdauernde Vorbereitung, um das Ziel zu erreichen. Auch die Einhaltung von Regeln sei dafür notwendig. Jedoch kämpfe man im Glauben nicht gegeneinander und solle sich nicht mit dem Nächsten messen, sondern vielmehr im Einssein miteinander gegen das Böse kämpfen, denn nur gemeinsam könne man das Glaubensziel erreichen. Doch auch im Glaubensleben gelte es, den Fokus auf das Ziel zu behalten – und nicht im Alltag nur nebenbei danach Ausschau halten.
Während bei den Olympioniken Regelverstöße schnell zur Disqualifikation führen, hilft uns Gott in seiner Gnade, die von ihm gegebenen Regeln – die wir als Leitplanken auf unserem Glaubensweg sehen können – einzuhalten.
Welche Regeln helfen nun, den Weg zum Ziel erfolgreich zu gehen?
- Ernsthafter Wille, die Zehn Gebote zu halten.
- Glaube an die Dreieinigkeit Gottes, denn ohne Glauben ist’s unmöglich, Gott zu gefallen, denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben.- Glaube an die Kirche Christi, womit nicht die Konfession oder die Äußerlichkeiten der Kirche gemeint seien, sondern vielmehr die „unsichtbare Kirche“, in der Heil vermittelt wird. Sie wurde durch die Worte und Taten Jesu gegründet, durch seinen erlösenden Tod und seine Auferstehung verwirklicht und wird auch durch ihn vollendet werden.
- Das Evangelium, die Lehre Christi, in Gänze annehmen und nicht nur "die Rosinen rauspicken“.
- In Demut danach fragen, ob das eigene Tun auch dem Willen Gottes entspricht.
- Opfer in rechter Weise bringen und Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Glauben wirken. (vgl. Matthäus 23, 23)
- die Einheit fördern, denn, „wer nicht sammelt, der zerstreut“. Man möge darauf achten, sich nicht durch Kleinigkeiten auseinanderzudividieren.
Wer diese Regeln, als Leitplanken ernst nehme und im Miteinander dem Ziele zustrebe, der dürfe auf Gottes Hilfe und Gnade vertrauen.
In der Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl gab der Bischof noch den Impuls mit, demütig ins eigene Herz zu schauen und sich nicht durch die vermeintlichen Fehler des Nächsten von der eigenen Heilsbedürftigkeit ablenken zu lassen.
Nach Gebet und Segen zum Abschluss des Gottesdienstes konnte man sich im Kirchenhof vom Bischof verabschieden und manch schönes Gespräch mit den Glaubensgeschwistern aus den verschiedenen Gemeinden führen.
2. August 2024
Text:
Regina Hoffmann
Fotos:
Regina Hoffmann
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