Am 15. Februar 2026 feierte die Neuapostolische Kirche Bad Homburg einen besonderen Gottesdienst: Zusammen mit der Gemeinde Friedrichsdorf durften alle den neu ernannten Bischof Matthias Schäfer begrüßen.
Am 30. November 2025 wurde Bischof Schäfer im Zentralgottesdienst in Bielefeld von Bezirksapostel Pöschel zu seiner neuen Aufgabe ernannt. Seither ist er für die Kirchenbezirke Frankfurt – zu dem auch die Gemeinden Bad Homburg und Friedrichsdorf zählen –, Mainz, Rheinpfalz und Wiesbaden zuständig. Der Gottesdienst am 15. Februar 2026 war sein erster Besuch in Bad Homburg.
Die Anwesenden erlebten eine schöne und herzliche Atmosphäre. Musikalisch wurde der Gottesdienst von einem Chor umrahmt, der sich aus Sängerinnen und Sängern der beiden Gemeinden zusammensetzte.
Glaube wird durch Werke sichtbar
Grundlage der Predigt war das Bibelwort aus Jakobus 2,15–16. Darin wird ein Grundproblem christlichen Lebens angesprochen, nämlich das Verhältnis von Glaube und Werk. Mit einem Beispiel aus dem Alltag wandte sich der Bischof gleich zu Beginn des Gottesdienstes besonders an die Kinder: Zwei Kinder stehen in der Pause nebeneinander, eines mit gefüllter Brotbox, das andere hat versehentlich die leere Dose vom Vortag eingepackt. Gute Wünsche allein machen nicht satt. Glaube zeigt sich dort, wo geteilt und konkret geholfen wird.
Gute Taten dienen nicht dazu, sich Erlösung zu verdienen. Sie entstehen aus dem Glauben und aus der Liebe zu Gott. Wer durch Taufe und Heiligen Geist beschenkt ist, kann mit Gottes Hilfe handeln, aus Überzeugung und nicht aus Pflichtgefühl oder Berechnung.
Impulse aus beiden Gemeinden
Der Vorsteher der Gemeinde Friedrichsdorf betonte in seiner Predigtzugabe, dass die Motivation für gute Taten allein im persönlichen Verhältnis zu Gott liegt. Auch kleine Beiträge sind bedeutsam – besonders in ihrer Summe. Geduld gehört dazu, denn nicht jede Wirkung wird sofort sichtbar.
Der Vorsteher der Gemeinde Bad Homburg griff in seinem Predigtbeitrag unter anderem das Bild des zuvor vorgetragenen Chorliedes auf: Stimmen wir ein Klagelied an oder ein „Lied von Liebe und Gerechtigkeit“? Jeder Einzelne prägt durch sein Verhalten das Miteinander im Alltag, sei es in der Gemeinde oder im persönlichen Umfeld.
Persönliche Einblicke im Interview
Um den neuen Bischof etwas besser kennenzulernen, fand im Anschluss an den Gottesdienst noch eine kleine Interviewrunde statt. Vier Konfirmanden stellten in gemütlicher Atmosphäre Fragen. Den Auftakt bildete eine kurze Schnellfragerunde, anschließend folgten weitere Fragen, die vorab in den Gemeinden Bad Homburg und Friedrichsdorf gesammelt worden waren.
Die Konfirmanden im Interview mit dem Bischof im Anschluss an den Gottesdienst
17. Februar 2026
Text:
Dirk Eisenbach,
Ulrike Osthoff
Fotos:
Christoph Becker
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