Bischof Aram Fesdjian, der Frankfurt-Nord gerne als seine zweite Heimatgemeinde bezeichnet, führte den Gottesdienst am Mittwoch, den 18. September 2024 in deutscher Sprache durch. Die Predigt wurde am Altar ins Englische übersetzt, da auch seine Glaubensgeschwister aus Ägypten, Griechenland, dem Libanon und der Türkei angeschlossen waren.
Die Vereinten Nationen haben den 21. September zum Tag des Friedens erklärt, Seitdem behandelt der Gottesdienst vor diesem Datum schwerpunktmäßig das Thema „Frieden“. Als Bibelwort diente Psalm 122,8 „Um meiner Brüder und Freunde willen will ich dir Frieden wünschen.“ Eine Bibellesung aus den Versen 1–9 führte in den Kontext ein.
Der Bischof begann seine Predigt mit der überzeugenden Aussage: „Glauben leben ist schön und wichtig!“ Nicht nur er persönlich, sondern auch die Glaubensgeschwister aus Nah-Mittel-Ost fühlten sich durch den gelebten Glauben mit der Frankfurter Gemeinde verbunden und seien dankbar für manches Engagement und die spürbaren Fürbitten. Alles, was dazu beitrage, Ängste zu mindern, trage auch zum Frieden im Herzen bei.
Bezugnehmend auf den Zentralgottesdienst des Bezirksapostels vom 15. September bekräftigte der Bischof, dass Glaube, Freude und Hoffnung Quellen des Friedens seien. Aber es setze voraus, dass man sich bemühe, den Glauben zu pflegen. Wer es mit seinem Glauben ernst nehme, der strebe nach dem Frieden mit Gott und mit dem Nächsten. So heißt es beispielsweise auch in Matthäus 5,9, dass die Friedensstifter selig sind. Sie seien in der Lage, die von Gott geschenkten Gaben und Talente friedliebend zu nutzen und über das eigene Ego zu stellen.
An Jesus orientieren
Bezirksevangelist Klaus Heubach stellte in seinem Predigtteil die Frage als Aufforderung in den Raum: „Wir können's ja nicht lassen, Frieden zu suchen?!“ Manche Menschen verwechselten jedoch „Frieden“ mit „Recht bekommen“; das sei allerdings eine Fehlinterpretation.
Eine ungetrübte Harmonie unter Menschen und Völkern herzustellen, werde uns Menschen sicher nicht gelingen. Ewigen und vollkommenen Frieden werde es erst in Gottes neuer Schöpfung geben. Wer sich aber an Jesus orientiere, werde sich für Frieden unter den Menschen einsetzen und nach Vergebung und Gnade in der Sündenvergebung und dem Abendmahl Ausschau halten. Besser gehe es nicht!
Gottes Gaben würdig annehmen
Die junge Diakonin der Gemeinde Frankfurt-Nord ging noch einmal auf die Gaben und Geschenke ein. Wie man ein Geschenk Gottes behandeln solle, beantwortete sie: Zuerst dankbar annehmen, aber im Weiteren auch teilen. Es sei schön, wenn sich jeder bemühe, sich der Gaben Gottes würdig zu erweisen.
Vor der Sündenvergebung und dem Heiligen Abendmahl wies Bischof Fesdjian darauf hin, dass die Früchte der Vergebung gesund und friedvoll, aber wie so manch Gesundes durchaus auch einmal bitter und schwer zu schlucken seien und ausschließlich durch diese Zusammensetzung ihre positive Auswirkung vollkommen sei.
Viele Lieder des Gemeinde- und Chorgesangs behandelten den Wunsch nach Frieden, außerdem erklangen zwei Lieder in englischer Sprache: "When peace with the Father" und zum Abschluss "God be with you".
Auch an diesem Mittwochabend gab es noch Gelegenheit zur Gemeinschaft beim allwöchentlichen „SunDowner“, die auch viele Glaubensgeschwister der eingeladenen Gemeinde Bad Vilbel gerne nutzten.
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