Zum ersten Mal seit der Einweihung des neuen Kirchengebäudes fand in Kelkheim der Kindergottesdienst des Bezirks Frankfurt statt. Die Kelkheimer Geschwister freuten sich, dass sie zahlreiche Kinder und ihre Eltern am Sonntag, 8. September 2024 willkommen heißen konnten.
Beim Betreten der Kirche wurde jedes Kind gebeten, seinen Namen in eine große Hand aus Papier, die im Eingangsbereich auslag, zu schreiben. Mit dem Bibelwort aus Jesaja 49,16: „Unauslöschlich habe ich deinen Namen in meine Hand geschrieben“, diente Gemeindevorsteher Hendrik Mittelmann für die 6- bis 9-jährigen Kinder, während die 10- bis 14-jährigen die Predigt von Priester Zepernick als Open-Air-Gottesdienst auf dem Kirchenhof erleben durften.
Gleich zu Beginn wollte der Vorsteher von allen Kindern wissen, wer in diesem Jahr eingeschult wurde oder die Schule vielleicht gewechselt hat. Er machte den Kindern Mut und versicherte ihnen, dass sie sich keine Sorgen machen müssen, da Gott sie auf all ihren Wegen begleitet. "Wer hat denn schon einmal etwas in seine Hand geschrieben?“, fragte Priester Mittelmann die Kinder. Viele Arme gingen in die Höhe und die Antworten der Kinder waren unter anderem Hausaufgaben, Namen von Freunden oder auch Telefonnummern. Der Priester erläuterte den Kindern, dass man wichtige Dinge, die man nicht vergessen möchte, in seine Hände schreibt. Wir sind Gott wichtig, deshalb hat er unsere Namen in seine Hand geschrieben. Er ist für uns da und sorgt für uns. Die Kinder nannten Beispiele, wie Gott das tue: "Er schützt uns mit Engeln.“, „Er bohrt ein Loch in die Wolken, damit er uns sieht“ und „er schickt uns gute Menschen, die uns helfen.“
Priester Mittelmann erklärte weiter: „Gott gibt auch uns den Auftrag, anderen Menschen zu helfen und Gutes mit unseren Händen zu tun.“ Was das alles sein kann, zeigten vorbereitete Bilder, die in großen Briefumschlägen steckten und von jeweils einem Kind geöffnet wurden. Die Kinder erfuhren so, dass man mit seinen Händen beten oder sich entschuldigen kann, indem man jemandem die Hand reicht. Man kann aber auch Klavier spielen oder malen, also seine Fähigkeiten nutzen, oder man kann damit helfen.
„Wer hat denn schon mal etwas in seine Hand geschrieben?“, war auch die erste Frage, die Priester Zepernick den älteren Kindern stellte. „Hausaufgaben oder Spickzettel“ gaben die Kinder zur Antwort. Also auch hier waren sich alle einig, dass man sehr wichtige Dinge, die man nicht vergessen will, gerne in der Hand notiert. Der Priester erklärte, dass Gott uns kennt und unsere Namen weiß. Er betonte, dass sie nicht nur in seiner Hand stehen, sondern auch in seinem Herzen, denn Gott kenne uns schon seit Anbeginn der Zeit und verspricht: „Ich habe dich je und je geliebt.“ Er reicht uns seine Hand, wie Jesus sie Petrus gereicht hat und ihm damit geholfen hat, übers Wasser zu laufen. Seine Botschaft an uns ist: „Ich helfe dir, du musst das nicht allein machen.“ Am Ende der Predigt durften alle Kinder sich den Namen einer Person, die ihnen wichtig ist, in die Hand schreiben, bevor sie für die Feier des Heiligen Abendmahls wieder zurück ins Kirchenschiff gingen.
Zur Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl berichtete Priester Mittelmann von einem Ausflug zum Felsenmeer. Dort kann man auf großen Steinen herumklettern. Die Steine oder Felsen sind teilweise so groß, dass kleine Personen, zum Beispiel Kinder, sie gar nicht ohne die Hilfe ihrer Eltern überwinden können. Die Eltern reichen den Kindern die Hand, um sie über die Felsen zu heben. Unsere Sünden sind wie Felsen, die wir allein und ohne Hilfe nicht überwinden können, erklärte der Priester. Jesus Christus reicht uns die Hand und sagt uns, komm, ich helfe dir. Durch mich kannst du diesen Felsen überwinden und dein Ziel „Gemeinschaft mit Gott“ erreichen.
Der Gottesdienst endete mit der inoffiziellen Hymne des Bezirks „Preiset den Herrn, Hallelujah“, die bei keinem Kindergottesdienst fehlen darf. Bevor alle kleinen und großen Gottesdienstbesucher wieder nach Hause fuhren, konnten sie sich mit gegrillten Würstchen, Salaten und Kuchen stärken.
Jeder schreibt seinen Namen auf die große Hand, die im Foyer der Kirche bereit lag
7. Oktober 2024
Text:
Anja Fröhlich,
Clara Fröhlich
Fotos:
Cecilia Mittelmann
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