Eine große Gemeinde erwartete den nordhessischen Apostel Gerd Kisselbach in Frankfurt-West am Mittwoch, den 5. März 2025. Zehn Gemeinden aus dem Frankfurter Bezirk hatten sich zu diesem außergewöhnlichen Gottesdienst in der Kirche in der Sophienstraße 50 versammelt, fünf weitere waren über IPTV zugeschaltet.
Seinem Dienen legte der Apostel das Bibelwort aus Jeremia 32,40–41 zugrunde, ein Bibelwort, das Stammapostel Jean-Luc Schneider am 19. Januar im Tschad (Zentralafrika) verwendet hatte.
In seinen einleitenden Worten äußerte der Apostel seine Freude, eine so große Gemeinde an einem Mittwochabend vorzufinden: „Wir in Nord-, Ost- und Mittelhessen stehen mittwochs vor vielen kleineren Gemeinden.“ Das nahm er zum Anlass, die versammelten Glaubensgeschwister dazu aufzurufen: „Wenn wir schon einmal so viele sind in einer Gemeinde, dann sollten wir das mit einem großen Dank gestalten, so wie es im Psalm 103 steht: „Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: der dir alle deine Sünde vergibt und heilet alle deine Gebrechen, der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit (Ps 103,1–4).“
Die aktuelle Situation in der Welt könne Angst und Sorge bereiten, so Apostel Kisselbach in seinen weiteren Ausführungen, aber da gelte es, sich bewusst zu werden, dass da ein ewiger Grund ist, ein Anker, der uns hält: Die Hand des Vaters und des Sohnes.
Schon Jeremia, der circa 600 Jahre vor Christus lebte, kannte solche Situationen. Das damalige Volk hatte Not, war in Sorge. Da schickte Gott seinen Propheten, um das Volk zu trösten.
Auch manch einer, der am heutigen Abend gekommen sei, habe Sorgen mitgebracht, beispielsweise
- Sorgen um den Frieden in der Welt
- Sorgen um das politische Handeln
- Sorgen um die Kirche, denn auch das Christsein habe sich verändert. Früher waren unsere Gemeinden größer, die Chöre größer.
„Mitten da hinein kommt der Herr“, tröstete der Apostel. „Dein Leben ist nicht nur Sorge, Gott kennt dich und hat dich lieb!“ Der Prophet Jeremia spreche in dem Bibelwort von einem ewigen Bund: „Du bist mein, du bist verwurzelt!“
Und dann gelte uns auch immer aufs Neue, dass Gott uns immer wieder Gutes tue, das würden wir an jedem Tag erleben, „wenn die Sonne über Gerechte und Ungerechte scheint“.
„Es steht mir als Gast eigentlich nicht zu, heute Abend Hausaufgaben zu erteilen“, so der Apostel schmunzelnd und gleich wieder ernst: „Aber überlegt einmal, was Gott an dir, an deiner Familie, an deiner Gemeinde Gutes getan hat. Was bewirkt das in dir?“
Dann nahm der Apostel ein ganz konkretes Beispiel: Wir sind in Frankfurt, der Finanzmetropole. Stellt euch einmal vor, Gott würde uns in jedem Gottesdienst 1000€ schenken. Das würde jeden Sonntag, jeden Mittwoch passieren, ein ganzes Jahr lang. Da käme eine beachtliche Summe zusammen. Und dann käme jemand und würde uns fragen, was wir mit diesem Geld machen. Der eine würde vielleicht sagen: Das habe ich in eine Schublade getan, die ist voll, ich bin reich. Ein anderer würde sich vielleicht selbst wundern, wo das Geld geblieben ist… „Bruder, Schwester, der liebe Gott gibt uns kein Geld, sondern das Gute, das er uns gibt, beschreibt Paulus so: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen! (2. Kor 13). Seine Liebe, seine Gnade empfangen wir in jedem Gottesdienst, wir erleben in jedem Gottesdienst die Gegenwart Christi.“
Abschließend verwies Apostel Kisselbach noch auf die Bibelstelle aus Lukas 6,45: „Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens“. Den guten Schatz gebe uns Gott mit seiner Liebe und Gnade. Aber wie bei dem Beispiel der Geldschublade gelte es darauf zu achten, dass wir es als Schatz erkennen, als Schatz bewahren und diesen Schatz investieren. Aufgabe sei es, das Gute für sich zu bewahren und dem Nächsten davon abzugeben, beispielsweise von seinem Frieden.
Der neue Bezirksvorstehervertreter, Priester Nikola Krieg, bekam noch die Gelegenheit, sich dem ganzen Bezirk vorzustellen.
Nach dem Schlusssegen gratulierte der Apostel abschließend allen Geburtstagskindern, insbesondere Bezirksapostel in Ruhe Bernd Koberstein und wünschte auch ihm das Gut aus Gott.
Zehn Gemeinde des Bezirks am Mittwochabend in F-West
6. März 2025
Text:
Danièle Idler
Fotos:
Jessica Krämer
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