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Die Lehrkräfte aus vier Bezirken verfolgen das Geschehen von der Empore aus

Kindergottesdienst: Jesus stillt den Sturm
Oder: Neues Format im Kindergottesdienst

 

Am Sonntag, den 22. März 2026, fand erstmals ein KiGo+ in Frankfurt statt. Eingeladen waren die Kinder des Bezirks Frankfurt, mit ihren Familien und Lehrkräften. Zur Vorstellung des neuen Gottesdienstformats „KiGo+“ waren ebenso die Lehrkräfte der Bezirke Offenbach, Wiesbaden und Mainz eingeladen. Es war ein fröhlicher Tag rund um das Jahresmotto: „Fürchte dich nicht, glaube nur!“.

Auftakt zum Gottesdienst 

Der Tag begann um 10 Uhr mit einem Bastelangebot von Papierbooten im Gemeinschaftsraum, das die Kinder auf das Thema des Gottesdienstes einstimmen sollten. Nach 20 Minuten versammelten sich alle Teilnehmenden im Kirchenschiff. Dort wurden zwei Lieder für den Gottesdienst eingeübt: „Jauchzet dem Herrn“ und „Sei mutig und stark“.

Aufteilung in drei Altersgruppen

Nach dem gemeinsamen Eingangslied, Gebet und Verlesen des Bibelworts, teilten sich die Kinder in drei Gruppen für etwa 20 Minuten auf: Kinder im Alter von 6 bis 9 Jahren, Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren und Kinder der Vorsonntagsschule. Jede Gruppe bearbeitete altersgerecht die biblische Geschichte „Jesus stillt den Sturm“ aus Markus 4,35–41.

Kinder 10 bis 14 Jahre

Die Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren gingen mit dem Dienstleiter Priester Escher in die Sakristei und setzten sich dort auf Kissen auf den Boden. Priester Escher hatte im Vorfeld die Form eines Bootes abgeklebt – ganz so, wie es die Jünger mit Jesus teilten, als sie gemeinsam in den Sturm gerieten.

Zu Beginn sah die Gruppe einen kurzen Filmausschnitt, in dem ein Schiff in schwerer See kämpft. Anschließend fragte Priester Escher die jungen „Bootsinsassen“, ob sie selbst schon einmal einen inneren Sturm erlebt hätten: Momente, in denen das Leben unruhig wird und man sich unsicher fühlt.

Gemeinsam betrachteten die Kinder verschiedene Alltagssituationen, die auf farbigen Zetteln an der Wand beschrieben waren: Erfahrungen mit Mobbing, Unsicherheit in der Dunkelheit, Sorgen um die Zukunft oder die gespannte Erwartung vor Veränderungen wie einer neuen Schulklasse oder neuen Lehrkräften. Auch Situationen, in denen man einen Fehler gemacht hat oder sich einsam fühlt, wurden thematisiert. Auf der Rückseite jedes Zettels fanden die Kinder ein passendes Bibelwort sowie eine kurze Erklärung, wie Gott uns in solchen Momenten begleitet. 

Schritt für Schritt erarbeiteten sie gemeinsam mit Priester Escher, dass Jesus auch heute mitten in unseren Stürmen bei uns ist, uns stärkt und uns nicht allein lässt. Im Gespräch wurde deutlich: Gott darf man alles anvertrauen – Sorgen, Aufregung, Hoffnungen. Und man darf darauf vertrauen, dass er jeden einzelnen sieht, liebt und durch jeden Sturm hindurch begleitet.

Kinder 6 bis 9 Jahre

Die Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren blieben mit Priester Makarowski im Kirchenschiff. Sie kamen vor dem Altar zusammen; dort erzählte der Priester die Geschichte von Jesus im Sturm mit verschiedenen Bildern, die jeweils eine Szene zeigen. 

Mit einem großen Schwungtuch stellten anschließend die Kinder den Sturm auf dem Meer dar. Dabei wurde ein Boot kräftig hin und her bewegt und dann wieder zur Ruhe gebracht. Gemeinsam überlegten die Kinder, wie sie sich wohl in dieser Situation gefühlt hätten.

Priester Makarowski betonte, dass jeder solche Stürme im Leben erlebt: etwa beim Streit mit der Klassenkameradin oder den Eltern. Dann ist es gut, dass man jemanden hat, dem man alles erzählen kann – und der immer bei einem ist: Gott. In einem kurzen Gebet dankte der Priester mit den Kindern Gott dafür, dass er stärker als jeder Sturm ist und dass er bei jedem einzelnen von ihnen ist.

Kinder der Vorsonntagsschule

Die Kinder der Vorsonntagsschule gingen mit Priesterin Roß in den Gemeinschaftsraum. Dort wurde die biblische Geschichte altersgerecht betrachtet und vertieft. 

Auf einem Wackelbrett, das das Boot der Jünger darstellen sollte, wurde die Begebenheit „Jesus stillt den Sturm“ nachgespielt. Immer drei Kinder konnten sich auf das Wackelbrett setzen und so den Sturm auf dem Boot erleben. Die Kinder wunderten sich, dass Jesus im Gewackel schlafen konnte. Die anderen Kinder stellten das Unwetter nach: sie stampften mit den Füßen, trommelten mit den Fingern auf den Tischen, pusteten und machten mit einem großen Tuch ordentlich Wind. 

Die Priesterin erinnerte die Kinder, dass Jesus auch heute bei ihnen ist. Mit Unterstützung der Eltern bauten die Kinder ein kleines Holzboot zur Erinnerung für Zuhause.

Gemeinsame Feier des Heiligen Abendmahls

Alle drei Gruppen versammelten sich zur Feier des Heiligen Abendmahls wieder im Kirchenschiff. Dort wurde auch der Gottesdienst gemeinsam beschlossen. Das traditionelle Abschlusslied „Hallelu“ sorgte wieder für viel Spaß und fröhliche Gesichter.

Mittagessen und Informationen zum neuen Format „KiGo+“

Nach dem Gottesdienst trafen sich alle Teilnehmenden zum Hot-Dog-Essen in den unteren Räumen. Viele Familien haben zudem etwas für das Muffin-Buffet mitgebracht. Während manche Familien noch zum Spielen zusammenblieben, folgte für die Lehrkräfte eine Informationsveranstaltung über das neue Format „KiGo+“.

Die Lehrkräfte aus vier Bezirken verfolgen das Geschehen von der Empore aus

28. März 2026
Text: Bärbel Bischoff
Fotos: Sandra Escher, Cecilia Mittelmann

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Vor dem Gottesdienst wurden Boote gebastelt
Anleitungen dienten der Orientierung
Musik vor dem Gottesdienst
Der Sturm auf dem Meer wurde für den Altarschmuck gebastelt
Eine Chorprobe stimmte auf den Gottesdienst ein
Sei mutig und sei stark
Priester Escher leitet zum Thema hin
In der Vorsonntagsschule stellte ein Wackelbrett das Boot dar
Als Andenken bastelten die Kleinsten ein Boot
Die 6-9-Jährigen scharen  sich vor dem Altar
Wie könnte es sich im Sturm auf dem Meer wohl angefühlt haben?
Priester Makarowski veranschaulicht den Kindern das Geschehen
Noch ist das "Meer" ganz ruhig
Bei den 6-9-Jährigen wurde der "Sturm" bildhaft dargestellt
Die älteren Kinder notieren ihren "Sturm des Lebens"
Im Boot mit Jesus
Priester Escher verdeutlicht den älteren Kindern, welche Lebenssituationen uns ins Schwanken bringen können
Ein Lied zur Auflockerung zwischendurch
Ein Lied zur Einstimmung auf das Heilige Abendmahl
Sünden fühlen sich manchmal an, wie ein schwerer Rucksack
Das "Unser Vater" in Gebärdensprache darf nicht fehlen
Wie immer endet der Gottesdienst mit dem "Hallelu"
Zum Mittagessen gibt es Hot Dogs...
... und Muffins, die die Familien mitgebracht haben
Einführungsveranstaltung für vier Bezirke
Die Akteure der Arbeitsgruppe erläutern die Neuerungen
 

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