Fynn Elrik und Kassandra Joanne - so heißen die neuen Glaubensgeschwister der Gemeinde Friedberg. Während des Gottesdienstes an Erntedank gab es dort eine Heilige Wassertaufe und eine Aufnahme. Gottesdienst zu Erntedank, mit Segenshandlung heilige Wassertaufe und Aufnahme. Das Bibelwort das dem Gottesdienst zugrunde lag kam aus Psalm 116,12: Wie soll ich dem Herrn vergelten all seine Wohltat, die er an mir tut?
Es sei ein Gottesdienst der Freude und der Trauer, erklärte Priester Norbert Lauster zu Beginn des Gottesdienstes. Es gebe Gründe zu danken: Erntedank, Heilige Wassertaufe und eine Aufnahme werden in diesem Gottesdienst gefeiert. Auf der anderen Seite sei eine Glaubensschwester der Gemeinde in der vergangenen Woche unverhofft gestorben.
Er habe Gott gebeten, ihm ein Wort zu geben, dass die Freude und Dankbarkeit mit der Trauer verbinde. In Römer 12, 12.15 sei er fündig geworden: „Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. Freut euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden.“ Der Dienstleiter legte der Gemeinde ans Herz, die Emotionen miteinander zu teilen.
Ein festlich geschmückter Altar
Der Priester ging auf die Elemente des Altarschmucks ein. Über den Regenbogen sagte er: „Er wurde von Gott in den Himmel gesetzt, als Zeichen dafür, dass er einen Bund mit den Menschen geschlossen hat. Der gilt auch heute noch.“ Außerdem beinhalte der Regenbogen auch Trauer und Freude. „Es regnet und wenn dann der Regenbogen sichtbar wird, wenn Gott sich zeigt, scheint die Sonne.“ Dahlien, Astern und Sonnenblumen schmückten den Altar. Der Priester erklärte: „In der Sprache der Blumen steht Dahlie für „immer dein“. Das passe zu den geplanten Segenshandlungen: Für immer zu Gott. Dahlien stehen auch für Luxus und Stärke. Luxus im Glauben sei, dass man Gottes Liebe immer wieder verspüren könne. Zu den Astern wusste der Dienstleiter, dass sie für Reichtum und Vielfalt stehen. „Sehen wir auf den Reichtum der Gemeinde“, forderte er die Glaubensgeschwister auf. „Welch ein Reichtum in der Vielfalt.“ Mit Sonnenblumen verbinde man Sonne, Licht, Leben, Fruchtbarkeit und Weisheit. Sind das nicht alles Begriffe, die wir mit Erntedank verbinden können?“
Erntedank, das Fest erinnere auch daran, dass Gott den Menschen erschaffen und ihm den Garten Eden anvertraut hat, um ihn zu bebauen und zu bewahren. Das beinhalte im Irdischen, Respekt zu haben vor der Natur und im Geistigen ebenfalls zu bauen, pflegen und zu ernten. Erntedank sei ein Fest der Nächstenliebe und fordere dazu auf, mit dem Nächsten zu teilen.
Reichtum von Gott
Ein Plakat von den Sonntagschulkindern zeigt den Reichtum, den Gott gegeben hat. Priester Lauster ging darauf ein. Auf der einen Seite seien die sichtbaren Dinge, auf der anderen Seite die unsichtbaren Dinge, wie der Segen Gottes, die Sakramente und Gottes Liebe. Außerdem habe Gott auch die Gemeinde gegeben, erinnerte er, was auch ein besonderer Reichtum sei. Zum Schluss seiner Predigt ging er auf das wertvollste ein, was Gott den Menschen geschenkt hat: „Gott hat seinen Sohn gesandt, der das Opfer gebracht hat, damit wir, über das Opfer Jesu Christi, Zugang zu Gott finden.“
Nach dem Gebet „Unser Vater“ der Sündenvergebung und Gebet fand, eingeleitet durch den Chor mit dem Lied Der Herr ist mein Licht (CM 162), die Heilige Wassertaufe von Fynn Elrik und die Aufnahme von Kassandra Joanne statt.
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