Dem Gottesdienst mit Segen zur Eisernen Hochzeit am ersten Septembersonntag lag ein Bibelwort aus 1. Mose 3,8 zu Grunde: „Und sie hörten Gott den Herrn, wie er im Garten ging, als der Tag kühl geworden war. Und Adam versteckte sich mit seiner Frau vor dem Angesicht Gottes des Herrn zwischen den Bäumen im Garten.“
Der Gemeindevorsteher, Priester Jens Feyerabend, begann seine Predigt mit einem kurzen Bezug auf das vorgetragene Chorlied „Was ich tief im Herzen trag“, ein Wunschlied des Jubelpaares: „Wo dein Schatz ist, da ist dein Herz“.
Auf das Bibelwort eingehend, beschrieb er die Situation, als Gott im Garten spazieren ging. Abends, als es nicht mehr so heiß war, Gott schien sich wie ein Mensch zu verhalten. Er wollte mit den ersten Menschen Gemeinschaft haben, ihnen nahe sein, die Menschen aber suchten Abstand, ja, versteckten sich sogar.
Auf die Frage Gottes, warum sie von der Frucht gegessen hatten, erklärte Adam, dass Eva ihm die Frucht gab. Eva sagte, dass die Schlange ihr geraten habe, sie zu essen. Das konnten also schon die ersten Menschen, die Schuld von sich auf andere zu schieben.
Die Konsequenz war, dass sie den Garten Eden verlassen mussten. Doch Gott zeigte zugleich auch seine Liebe zu den Menschen und sorgte für sie. Auch heute ruft Gott „Wo bist du?"
Es ist hilfreich, sich der Frage zu stellen und jeden Tag aufs Neue eine Bestandsaufnahme zu machen.
Gott sandte Jesus und war in ihm den Menschen nahe. Damit die Nähe und Liebe Gottes erfahrbar wurde, mussten sich die Menschen damals wie heute zu ihm wenden.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls erhielt das Jubelpaar den Segen zum Ehejubiläum. Der Chor sang ihnen zunächst ein weiteres Wunschlied „Der Heiland sorgt für dich.“
Zum Eisernen Hochzeitspaar gewandt, sagte Priester Feyerabend: „Ihr habt immer Nähe des anderen gesucht, euch jeden Tag aufs Neue für den anderen entschieden. Dabei ist er der Eiserne und lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen, und sie hat einen starken Willen und setzt sich für beide ein, bis sie erreicht hat, was die beiden brauchen.“
Zum Abschluss des Gottesdienstes spielte das Orchester das Lied aus dem Gesangbuch (221) Ich bete an die Macht der Liebe.
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