Am Erntedankfest blickte die Gemeinde Friedberg dankbar auf das, was Gott in seiner Schöpfung bereitet. Der Altar war wunderschön geschmückt – mit bunten Früchten, Getreide und Blumen, die von Gottes Güte erzählten. Jede Gabe erinnerte daran, dass alles, was wächst und gedeiht, letztlich ein Geschenk Gottes ist.
„Versuch es doch mal“ – Gottes Einladung zum Vertrauen
Wie bei unbekannten Früchten, die man zunächst zögerlich betrachtet, braucht es manchmal auch im Glauben einen kleinen Anstoß: „Versuch es doch mal“, sagt Gott. Er fordert uns auf, zu vertrauen, das Gute anzunehmen, das er uns bereitet. Manchmal begegnen uns dabei Menschen, die uns genau zur richtigen Zeit über den Weg laufen – als Wegbegleiter, als Ermutiger, als Zeichen seiner Fürsorge. Können wir für sie dankbar sein?
Dankbarkeit, die trägt – auch im Lebensschiff
Neben dem Erntedankgottesdienst feierte die Gemeinde ein besonderes Jubiläum: ein Ehepaar blickte dankbar auf 40 gemeinsame Jahre – die Rubinhochzeit – zurück. Das gewählte Eingangslied „Nimm Jesus in dein Lebensschiff“ verband beide Anlässe auf wunderbare Weise. Es erinnert uns daran, Jesus auf unserem Lebensweg mitzunehmen, ihm zu vertrauen und ihm für alle Gaben zu danken.
Säen und ernten – im Vertrauen auf Gott
Im Gottesdienst wurde auch ein Gedanke aus Prediger 11,4 aufgegriffen: „Wer auf den Wind achtet, der sät nicht, und wer auf die Wolken sieht, der erntet nicht.“ Dieses Wort macht Mut, im Vertrauen auf Gott zu handeln, anstatt zu zögern. Dankbarkeit zeigt sich darin, dass wir das, was wir haben, einsetzen und mit anderen teilen – so wie Christus es tat, als er dankte und das Seine weitergab.
Wie danken wir Gott?
Dankbarkeit kann viele Formen annehmen:
- durch das Teilen und Geben, als Ausdruck unseres Dankes,
- durch das Gebet, das uns mit Gott verbindet,
- und indem wir unsere Worte und Werke „im Namen des Herrn“ tun – als sichtbare Briefe Christi in dieser Welt.
Im Namen Jesu zu handeln heißt, unsere Zugehörigkeit zu ihm zu bekennen und seinem Willen zu folgen. Nicht unser Äußeres, sondern unsere Entschlossenheit, nach seinem Wort zu leben, zeigt, dass wir ihm nachfolgen.
Dankbarkeit als Lebenshaltung
Erntedank ist mehr als ein Fest – es ist ein Moment der Besinnung. Wir danken für das, was Gott uns schenkt, und prüfen zugleich unsere Beziehung zu ihm. Jede und jeder von uns hat Gaben empfangen – Talente, Fähigkeiten, Liebe, Zeit. Diese Gaben dürfen wir in den Dienst Gottes stellen – aus Dankbarkeit und Vertrauen.
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