Dem Gottesdienst mit Diamantener Hochzeit lag das Bibelwort aus Lukas 24, 10-11 zugrunde: „Es waren aber Maria Magdalena und Johanna und Maria, des Jakobus Mutter, und die andern Frauen mit ihnen; die sagten das den Aposteln. Und es erschienen ihnen diese Worte, als wär’s Geschwätz, und sie glaubten ihnen nicht.“
Der Gemeindevorsteher, Priester Feyerabend, stellte die Aussage des Chorlieds „Jesus bleib in meinem Leben“ an den Anfang seiner Predigt.
Die nachösterliche Zeit sei eine Zeit, in der man auch einmal zurückschaue. Wie war es denn zu der damaligen Zeit? Die Frauen kamen zum Grab, weil sie den Leichnam einbalsamieren wollten. Der Stein war weggerollt, das Grab leer. Es erschienen ihnen zwei Männer mit leuchtenden Gewändern, die sie als Engel erkannten. Die fragten: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Christus ist auferstanden.“ Die Frauen glaubten das, gingen zurück und berichteten davon. Und die Apostel glaubten es ihnen zunächst nicht. Petrus wollte sich selbst überzeugen, er konnte sich das nicht vorstellen. Er lief zum Grab, um selbst nachzuschauen.
In Jeremia steht geschrieben: „Ihr werdet mich suchen und finden, denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der Herr.“
Der Priester stellte noch einmal heraus, dass es hilfreich sei, den Herrn zu suchen, wenn man unsicher sei. Sich nicht auf andere Meinungen verlassen, wenn es um Jesus gehe, besser selbst von ganzem Herzen nach ihm suchen. Also nicht so nebenbei und aufgeben, sobald es schwierig werde, sondern: Wer den Herrn von ganzem Herzen sucht, von dem wird sich der Herr finden lassen. So stärke man den Glauben.
„Christus bleib in meinem Leben“, das stehe auch bei dem diamantenen Hochzeitspaar im Mittelpunkt. Bei 60 Jahren Ehe sei man sicher auch manchmal Kompromisse eingegangen.
Auch im Glauben könne das vorkommen. Am Anfang sei man Feuer und Flamme, da brenne das Herz zu Christus, man erlebe den Glauben intensiv. Dann komme aber auch mal eine Zeit, eine „Durststrecke“, da nage vielleicht der Zweifel, man habe andere Prioritäten. Dann sei es besonders wichtig, von ganzem Herzen Christus zu suchen.
Die Frauen damals haben es weitergegeben. Christus lebt. Die haben erzählt, was sie erlebt, gespürt und geglaubt haben. Das sei auch unser täglicher Vorsatz, von dem zu erzählen, was wir mit Christus erlebt haben.
Nach dem heiligen Abendmahl konnte das diamantene Hochzeitspaar den Segen erhalten.
Priester Feyerabend sprach von einem Diamanten, der deshalb so kostbar sei, weil einfaches Licht hereinfalle, reflektiert werde und in den Farben des Regenbogens wieder herausstrahle. Etwas Einfaches komme herein, etwas Kostbares strahle aber heraus. Er gab dem Paar noch ein Bibelwort aus dem Buch Jeremia mit: „Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“
Nach dem Gebet und Schlusssegen spielte das Orchester noch das Lied „Ich bete an die Macht der Liebe.“
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