Am Mittwoch, den 6. November 2024, versammelten sich die Mitglieder der Gemeinden Friedberg und Bad Nauheim zu einem besonderen Bibelkundegottesdienst, der mit Heiliger Versiegelung und der Ruhesetzung von Priester Norbert Lauster verbunden war.
Die Predigt basierte auf dem biblischen Vers aus Prediger 3, 1: „Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde.“ Die Lesung umfasste die Verse 1 bis 8 aus diesem Kapitel.
Göttliche Zeit
Apostel Opdenplatz eröffnete den Gottesdienst mit einer Reflexion über die Bibellesung und betonte, dass hier uralte Lebenserfahrungen zusammengefasst werden, die auch heute noch aktuell seien. Er stellte heraus, dass auch „Herzen“ seine Zeit hat, und erinnerte die Gemeinde an die herausfordernden Zeiten während der Corona-Pandemie, in denen es vielen Menschen nicht möglich war, ihre Lieben zu herzen, zu umarmen und ihnen nahe sein zu können. Der Apostel betonte, dass Gott, der Herr der Zeit, die unterschiedlichen Lebenssituationen sähe und dass er der „überzeitliche“ Gott sei, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in einem vereine.
Menschliche Zeit
In seiner Predigt sprach der Apostel über das menschliche Zeitempfinden. Viele Menschen klagen darüber, keine Zeit zu haben, was oft bedeute, dass sie keine Zeit für bestimmte Menschen oder Aktivitäten aufbringen können. Obwohl jeder Mensch täglich 24 Stunden zur Verfügung habe, empfinde jeder die Zeit unterschiedlich. Der Apostel ermutigte die Gemeinde, sich bewusst zu machen, dass die Zeit, die man habe, ein Geschenk Gottes sei. Man könne sich auf Gott, den Herrn der Zeit, verlassen und sein Leben in Glaubensstärke und Gelassenheit gestalten.
Er zitierte aus dem Lied 37, Strophe 1 und 4, in dem Jesus Christus als die Mitte der Zeit beschrieben wird. Der Apostel erklärte, dass alles, was im Alten Testament geschrieben stehe, auf den Moment hinweise, als Christus in die Welt kam – der verheißene Erlöser und Messias. Es sei entscheidend, die Zeit zu erkennen und zu verstehen, was wirklich wichtig ist. Anstatt in der Hektik des Alltags ein Maximum an Aufgaben in minimaler Zeit zu erledigen, sollte man sich auf das Wesentliche konzentrieren und Zeit füreinander nehmen: Eltern für die Erziehung ihrer Kinder, als Paar für besondere Augenblicke, und auch innerhalb der Gemeinde, in der Begegnung mit Glaubensgeschwistern.
In der heutigen Zeit gäbe es viele „Zeiträuber“ und es sei wichtig, die Zeit aktiv zu gestalten, anstatt sie einfach vorbeiziehen zu lassen. Der Apostel ermutigte die Anwesenden, in Momenten der Eile Zeit für Ruhe und Gebet zu finden, denn „Beten wirkt“. In der Erwartung der Wiederkunft Jesu Christi sei es Aufgabe, die Zeit zu nutzen, um Gott nahe zu sein – im Gebet, im Studium seines Wortes und im Miteinander mit dem Nächsten.
Ewigkeit bei Gott
Priester Norbert Lauster, der ebenfalls einen Beitrag zur Predigt leistete, teilte seine Erfahrungen, wie oft er den Herrn erleben konnte. Er erinnerte an das Lied „Der Herr ist mein Licht“, das er in einem Gottesdienst in Spanien kennengelernt hatte. Er wünschte der Gemeinde, dass sie auf ewig bei dem Herrn sein möge, und ermutigte alle, fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal und beharrlich im Gebet zu sein.
Nach der Sündenvergebung fand die Heilige Versiegelung statt, gefolgt vom Heiligen Abendmahl. Im Anschluss daran wurde Priester Norbert Lauster von Apostel Opdenplatz in den Ruhestand versetzt.
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