Am Sonntag, 10. November versammelten sich die Kinder des Bezirks Frankfurt in der Kirche Frankfurt-Ost zum Bezirkskindergottesdienst. Grundlage des Gottesdienstes war das Bibelwort aus Jona 3,1-2: „Zum zweiten Mal ging das Wort des Herrn an Jona, er sagte zu ihm: Geh nach Ninive, der großen Stadt und rufe dort aus, was ich dir auftrage.“
Zu Beginn des Gottesdienstes wurde den Kindern die Geschichte von Jona und dem Wal erzählt. Passende große Bildkarten veranschaulichten die Geschichte.
KiGo 6-9
Die Sechs- bis Neunjährigen blieben mit Priester Bamberg im großen Kirchenschiff und versammelten sich vor dem Altar.
Ein kleines Pappboot mit Jona an Bord wurde auf ein Schwungtuch gestellt, das die Kinder sanft auf und ab bewegten, um die ruhige See darzustellen. Doch dann begannen sie, das Schwungtuch schneller und unruhiger zu bewegen, um den Sturm darzustellen, der während Jonas' Flucht aufzog. Das Meer wurde immer wilder und das Boot schwankte hin und her. Plötzlich wurde Jona ins Meer geworfen und von einem Wal verschluckt.
Nun kam der Kriechtunnel ins Spiel, der den „Rachen des Wals“ darstellte. Die Kinder krabbelten durch den Tunnel und gelangten unter das Schwungtuch, das wie der „Bauch des Wals“ wirkte. Sie setzten sich dort hinein, als seien sie selbst im Bauch des großen Fisches gefangen – so wie Jona damals.
Unter dem Tuch konnten sie die Erfahrung teilen, wie es sich anfühlen könnte, im Dunkeln gefangen zu sein, und sich vorzustellen, wie Jona zu Gott gebetet und gesungen hatte. Nach einiger Zeit, die sie „im Walbauch“ verbrachten, wurde Jona - und damit auch die Kinder – vom Wal wieder ausgespuckt.
Das Nachspielen half den Kindern, sich besser in die Geschichte und die Gefühlswelt von Jona hineinzuversetzen. Die Verwendung des Schwungtuchs als Wasser und des Bootes als Fluchtmittel gestaltete die Geschichte lebendig und greifbar.
KiGo 10-14
Nach dem Verlassen des Kirchenschiffs gingen die Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren mit Priester Makarowski in den großen Raum im Untergeschoss und bildeten einen Kreis um einen orangefarbenen Kriechtunnel, der als „Fisch“ diente. Besonders die Stille und Dunkelheit im Bauch des Fisches sollten auch hier für die Kinder erfahrbar gemacht werden.
Ein Konfirmand krabbelte in den Tunnel und ein anderer verschloss das obere Ende, sodass es innen dunkel wurde. Der Konfirmand beschrieb seine Empfindungen wie Enge und Angst, während die anderen Kinder ergänzten, was sie wohl in dieser Situation gefühlt hätten. So wurde nachvollziehbar, wie Jona in seiner Verzweiflung schließlich die Nähe Gottes suchte. Nach der „Befreiung“ des Konfirmanden aus dem Tunnel wurde der Raum verdunkelt und eine kleine Kerze in der Mitte entzündet. Dieses Licht symbolisierte, dass Gott bei uns ist, auch in dunklen Zeiten, und gab den Kindern einen Moment der Stille. Der Priester erklärte, dass Jonas Gebet ein Notschrei in größter Bedrängnis war, zugleich aber auch Dank für Gottes Nähe. Jona erkannte, dass er nun die Zeit hatte, mit Gott zu sprechen, die er sich am Anfang nicht genommen hatte. Abschließend fragte der Priester die Kinder, wie nah Gott heute sei. Die Antworten reichten von „Er ist uns immer nah" bis zu „Nur in der Stille kann man ihn hören.“ Sie schlossen mit der Erkenntnis: „Gott ist nur ein Gebet weit entfernt.“
Gemeinsame Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl
Als die Gemeinde wieder komplett war, wurde darüber gesprochen, wie wichtig es sei, Gott zu vertrauen und auf ihn zu hören. Die Bedeutung von Gottes Vergebung und Barmherzigkeit wurde ebenfalls erläutert. Nach der Sündenvergebung und der Feier des Heiligen Abendmahls sangen alle gemeinsam das allseits beliebte „Hallelu“ als Schlusslied.
Die Kinder wurden nach dem Kindergottesdienst mit kleinen Fischen beschenkt, die im Dunkeln leuchten können. Im Anschluss konnte man sich bei einem gemeinsamen Imbiss austauschen und die Gemeinschaft genießen.
Nach dieser Stärkung versammelten sich die Konfirmanden noch zu ihrem Unterricht, um noch mehr über Glaubensthemen zu lernen und sich auf die Konfirmation vorzubereiten.
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