Im Gottesdienst mit Bischof Schäfer in Friedberg stand die Frage im Mittelpunkt, wie Menschen Gott erkennen können. Grundlage der Predigt war das Bibelwort aus Hebräer 11,3: „Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist.“
Ausgehend von einem Gedanken des Chorliedes erinnerte Bischof Schäfer daran, dass Jesus Christus nicht nur der Erlöser der Welt ist, sondern jedem Menschen ganz persönlich nahe sein möchte. Gott werde durch den Glauben spürbar, fühlbar und erkennbar. Dies sei die zentrale Botschaft des Abends.
Anschließend richtete der Bischof den Blick auf Gott als Schöpfer. Gott habe die Welt allein durch sein Wort geschaffen – aus dem Nichts und ohne Vorbild. Während Menschen auf Erfahrungen und Vorlagen angewiesen seien, handle Gott als der Allmächtige frei und unabhängig. Darauf verweise auch das christliche Glaubensbekenntnis, das Gott als Schöpfer des Himmels und der Erde bekennt.
Jesus Christus habe Gottes Kraft sichtbar gemacht, indem er Kranke heilte und Tote erweckte. Gleichzeitig schenkte er Frieden und Vergebung. Diese göttliche Kraft wirke auch heute noch. Deshalb seien die Gläubigen eingeladen, Gottes Handeln in ihrem Alltag bewusst wahrzunehmen und auf seine Führung zu vertrauen.
Gott ist für jeden Menschen da
Anhand des Gleichnisses vom verlorenen Sohn machte Bischof Schäfer deutlich, dass Gott allen Menschen mit Liebe begegnet – sowohl denen, die ihm nahe sind, als auch denen, die Abstand gewonnen haben. Er begleite, segne und versorge die Menschen durch sein Wort, die Sakramente und die Vergebung der Sünden. Mit Blick auf das Jahresmotto „Fürchte dich nicht, glaube nur“ betonte er, dass Gott auch in schwierigen Zeiten an der Seite der Menschen steht. Gott könne aus Zweifel neues Vertrauen, aus Hoffnungslosigkeit neue Zuversicht und aus Freudlosigkeit neue Freude entstehen lassen. Auch heute wirke er noch kraftvoll und begegne den Menschen durch Gebetserhörungen, innere Impulse und helfende Mitmenschen.
Vertrauen auf Gottes Wirken
Priester Feyerabend knüpfte daran an und fragte zu Beginn seines Predigtbeitrags: „Mit welcher Motivation bin ich heute in den Gottesdienst gekommen?“ Er erinnerte daran, dass der Heilige Geist jedem Menschen ganz persönlich begegnen und zusprechen möchte: „Ich habe dich lieb.“ Deshalb dürften die Gläubigen auf Gott vertrauen, der auch heute noch aus dem Nichts alles schaffen kann.
Nach dem Gottesdienst setzte das Orchester mit dem Musikstück „Es jubelt mein Herz“ einen festlichen Schlusspunkt.
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